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2 (1911) Quantitative Analyse
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JS. Es liegt ein wasserunlösliches Chlorid vor.

Man kocht dasselbe mit konzentrierter chlorfreier Sodalösuni;,' ifiltriert und bestimmt im Fütrat wie oben das Chlor.

Manche Chloride, wie z. B. Chlorsilber, einige chlorhaltigeMineralien, wie Apatit, 2 ) Sodalith und Sodalith enthaltende Gesteine,werden durch bloßes Kochen mit der Sodalösung nicht aufgeschlossen.In diesen Fällen muß die Substanz mit Soda geschmolzenwerden.

Zur Bestimmung des Chlors in (le steinen schmelztWan ] g ,l,. s feingepulverten Materials mit der 4öfachen MengeNatriumkarbonat oder eine Mischung von gleichen Teilen Natrium- und»aliumkarbonat im Platintiegel, zunächst über dem Bunsenbrenner, spätereimg e Minuten über einem Teclubrenner oder vor dem Gebläse. DieSchmelze wird mit heißem Wasser ausgezogen und nach dem Er-kalten mit einigen Tropfen Methylorange versetzt, mit Salpetersäureeben angesäuert und über Nacht stehen gelassen. Sollte sich etwas*ueselsäure abgeschieden haben, so fügt man ein wenig AmmoniakOlrtzu, kocht auf und filtriert, wäscht mit heißem Wasser und fälltflach dem Ansäuern des kalt gewordenen Filtrats das Chlor als^nlorsilber, wie oben angegeben.

Eindet beim Ansäuern des wässerigen Auszuges der SchmelzeKeine Ausscheidung von Kieselsäure statt, 3 ) so schreitet man sofortzu r Ausfällung des Chlors in der Kälte.

Chlorsilber wird mit der dreifachen Gewichtsmenge Na-triumkarbonat im Porzellantiegel bis zum Zusammensintern erhitzt,init Wasser behandelt, vom metallischen Silber abfiltriert und imbrat, wie oben angegeben, das Chlor bestimmt.

Freies Chlor.Sandelt es sich um die gravimetrische Bestimmung des Chlors

in

n einem Chlorwasser, so geht es nicht an, das Chlorwasser mit1 ilbernitrat zu versetzen, weil dabei nicht alles Chlor als Chlor-silber fällt; ein Teil bleibt als lösliches Silberchlorat in Lösung.3 Cl, -(- 3 H g O + 6 AgN0 8 = 5 AgCl -\- AgC10 8 + 6 HNO.,.Man muß das Chlor zuerst in Chlorwasserstoffsäure verwandelnUll( l dann die Fällung mit Silbernitrat vornehmen.

, ) Mercurochlorid ist nur schwer durch Natriumkarbonatlösung zersetz-

Mi dag e g 0n leicht durch Kali- oder Natronlauge.^ ) Nach Jannascli läßt sich das Chlor im Apatit leicht bestimmen

ureh Behandeln des feingepulverten Minerals mit silbernitrathaltiger Salpeter-silh' C aUf dem Wa9serDaf l p - Alles geht in Lösung, mit Ausnahme des Chlor-

bers welches abliltriert und gewogen wird.b . ') Nach W. F. llillobrand (Bull. B. S. Geol. Survey 1900, S. 103) istfli l Anwendung von 1 // Material keine Ausscheidung von Kieselsäure zu be-