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wiederholt obige Behandlung. Nachdem auch diese Säure abge-gossen ist, wäscht man durch dreimalige Dekantation mit destilliertemA\ asser, füllt hierauf das Kölbchen ganz mit Wasser an, stülpt einkleines Tiegelchen von feuerfestem Stein oder in Ermanglung einessolchen einen Porzellantiogel darüber und kippt rasch um (Fig. 52 II),wobei das Goldröllchen in den Tiegel gelangt. Nun entfernt manden Kolben, ') gießt das Wasser von dem Röllchen ab, trocknet,indem man den Tiegel samt Röllchen kurze Zeit vor die Muffel-Öffnung hinstellt, und glüht hierauf kräftig hinten in der Muffel aus,wobei das verlier braune und weiche Röllchen hart wird und dieschöne goldgelbe Farbe annimmt. Nach dem Erkalten wägt mandas Röllchen. Zieht man dessen Gewicht von dem des Goldes undSilbers in der ersten Probe ah, so erhält man die Menge des Silbers.
:!. Bestimmung des (ioldes in Erzen.
Prinzip: Man schmelzt das aufs feinste gepulverte und ge-siebte Erz in einem Pariser Tiegel Nr. 9 mit Bleioxyd, Kohle undeiner passenden schlackcnbildenden Substanz. Die Kohle reduzierteinen Teil des Bleioxyds zu Metall, welches sich mit dem Edel-metall legiert und als Regulus zu Boden setzt, während die fremdenBeimengungen in die Schlacke übergehen. Nach dem Erkalten zer-schlägt man den Tiegel, entschlackt und kapelliert den Bleiregulnsund erhält das Goldsilberkorn, welches man, wie vorstehend an-gegeben, mit Salpetersäure behandelt und das zurückbleibende GoldWägt. Man trachtet danach, das Edelmetall mit mög-lichst wcni S Blei auszuziehen, weil bei unnötig großemBleiü her schuß namhafte Verluste bei der Kupellation
auftreten.
I >ie Menge des entstehenden Bleies hängt ganz von der Naturdes Erzes ab. Erze, welche reich an Sulfiden sind, wirken starkreduzierend, wie aus folgenden Gleichungen hervorgeht:
PbS + 2 PbO = SOj -f- 3 Pb,FeSg -f 5 Pbü = 2 S0 2 -j- FeO -+- 5 Pb.Die Folge hieven ist, daß man in solchen Fällen entwederweniger Kohle, als berechnet, benötigt, um das gewünschte Blei-quantum zu erzeugen, oder gar keine; oder daß man, bei Über-handnehmen des Sulfids, sogar der reduzierenden Wirkung des Erzesdurch Zusatz von Oxydationsmitteln entgegenwirken muß.
] ) Dabei ist eine Vorsichtsmaßregel zu beobachten. Um Verluste zu ver-meiden, zieht man zunächst den Kolben bis zum Niveau der im Tiegel be-findlichen Flüssigkeit in die Höhe und entfernt ihn dann durch eine geschickteDrehung nach abwärts.