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füllt man den Rezipienten R endgültig, erzeugt in letzterem durchSchließen von H und Senken von N einen geringen Minderdrucklind schmilzt zuerst bei a, dann bei b zu. Dabei entfernt man denRezipienten von dem Stativ, damit man beim Erhitzen von a und bdemselben bequem eine drehende Bewegung erteilen kann.
Beim Zuschmelzen zieht man die Spitzen kapillar aus, wie inFigur 89 R' ersichtlich.
Handelt es sich darum, Gase aus Räumen, in denen eine sehrhohe Temperatur herrscht, z. B. aus Hochöfen, Generatoren etc., zuentnehmen, so würden Glasröhren schmelzen und eiserne Röhren,wenn sie nicht schmelzen, zersetzend auf das Gas einwirken. Indiesem Falle wendet man am besten die St. C1 a i r e D e v i 11 sehekaltwarme Röhre (Fig. 90) an. Es ist dies eine eiserne Kühlröhre.Man läßt kaltes Wasser bei a ein und bei b ausfließen und entnimmt dasGas, wie oben geschildert, bei Hahn c. Diese Röhren funktionieren ganzvorzüglich und gestatten mit Leichtigkeit, Gasproben aus verschie-denen Höhen der glühenden Kohlenschicht von Generatoren undHochöfen zu entnehmen. Man muß nur sorgen, daß das Wasser dieRöhre rasch genug passiert, um bei b kühl abzufließen.
Auffangen von frei aus Mineralquellenemporsteigenden Gasen.
Man verbindet den Rezipienten R mittels des Schlauches q mitdem Trichter T, Fig. 91, füllt alle diese Teile mit Quellwasser undläßt dann das Gas, wie aus der Figurersichtlich, in den Trichter empor-steigen. Um nun das Gas von demTrichter nach dem Rezipienten über-zuführen, hebt man R so weit, daßSchlauch p noch im Wasser verbleibtund drückt den Trichter möglichsttief unter das Wasser, wodurch die-ses sofort nach R hinübergeht. Dannklemmt mar. den Schlauch (liehtoberhalb a mit einem Schrauben-quetschhahn zu, stellt ein mit Quell-wasser gefülltes Becherglas unter p,entfernt von der Quelle und schmilztbei a und b mit dem Lötrohre zu.Soll die Analyse zwei bis drei Tage nach dem Fassen geschehen, so kannman ohne Gefahr Rezipienten benützen, welche nicht zugeschmolzen,sondern mittels kurzer Kautschukschläuche mit eingeschobenen, rundgeschmolzenen Glasstäben verschlossen sind. Alle Verschlüsse
Fig. 91.