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reduziert. Man nimmt den Tiegel aus der Säure heraus, spült mitWasser ab, trocknet, glüht und wägt. Nach dieser einfachen Methodeerhielt E. Lagutt in diesem Laboratorium sehr gute Eesultate.Ist das Halogensilborsalz nicht zu einer kompakten Masse geschmolzen,so entstehen leicht Fehler, indem kloine Teilchen des Silbernieder-schlages umherschwimmen und so der Keduktion entgehen.
Auch durch Elektrolyse läßt sich das Silber bestimmen. Ichunterlasse aber eine Schilderung dieser Methode, weil sie gegenüberder Bestimmung als Ohlorsilber, bei Anwendung des Goochtiegels,keine Vorzüge besitzt.
Trennung des Silbers von allen Metallen.
Da alle Metallchloride in Salzsäure löslich sind, so läßt sichdas Silber von diesen durch Fällung mit Chlorwasserstoffsäuretrennen. Enthält die Lösung Morkurosalzo, so sind diese vor demZusätze von Salzsäure durch Kochen mit Salpetersäure zu Merkuri-salzen zu oxydieren.
Bezüglich der Trennung des Silbers von Gold und Platin inLegierungen vgl. S. 188 und 199.
B. Gravimetrische Bestimmung der Metalloide(Anionen).
Gruppe I.
Chlor wass er st o ff säure, Brom wasserstoffsäure, Jod-wasser stoff säure, Cyanwas serstoff säure, Ferrocyan-wasser stoff säure, Eorricy anwassorstoff säure, Ehodan-wasserstoff säure, unter chlorige Säure.
Chlorwasserstoffsäure = HCl; Mol.-Gew. = 36-458.
Bestimmungsform: Chlorsilber AgCl.
Wir haben zwei Eälle zu unterscheiden:
A. Es liegt entweder freie Chlorwasser stoff säureoder ein wasserlösliches Chlorid vor.
B. Es liegt ein wasserunlösliches Chlorid vor.
A. Es liegt eine wässerige Lösung eines Chlorids vor.
Enthält die Lösung nur Metalle der Alkalien oder alka-lischen Erden, so säuert man sie in der Kälte mit Salpeter-säure schwach an, fügt unter beständigem Umrühren Silbernitrat-lösung hinzu, bis der Niederschlag sich zusammenballt und keineweitere Fällung entsteht. Nun erst erhitzt man zum Siedon, läßtden Niederschlag im Dunkeln absitzen, filtriert durch einen Gooch-