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2 (1907) Quantitative Analyse
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Ferner traten größere Abweichungen auf bei konzentrierten laugen-haften Flüssigkeiten und bei Säuren (von 95°/ 0 Schwefelsäureflössen aus einer Pipette zu 100 ccm sogar 442 cm/m undselbst aus einer zu 10 ccm noch 85 cmm weniger aus als vonWasser). Die Abweichungen hängen sowohl ihrer Größe alsauch ihrem Sinne nach von der Auslaufzeit ab, derart, daß mandurch deren Verlängerung negative Abweichungen kleiner machenund sogar in positive verwandeln kann. Man wird deshalb gut tun.gegebenenfalls die Auslaufzeit der Geräte für Wasser und die be-treffende andere Flüssigkeit zu bestimmen und wenn die Differenzder Abiaufzeiten zwei Sekunden überschreitet, den Raumgehalt auchfür die andere Flüssigkeit zu ermitteln. Will man diese Ermittlungumgehen, so kann dies dadurch geschehen, daß man sich Pipettenbedient, die sowohl eine Marke auf Ausguß wie eine solche aufEinguß haben. Man saugt dann die konzentrierte Flüssigkeit bis zurMarke auf Einguß an und spült, nachdem man hat ausfließen lassen,die Pipette sorgfältig aus.

Einteilung der Maßanalyse.

Die Maßanalyse zerfällt in:

A. Die Alkalimet rie und A zidimetrie.

B. Die Oxydations- und Reduktionsanalysen.

C. Die F ä 11 u n g s a n a 1 v s e n.

A. Die Alkalimetrie und Acidimetrie

ist die Lehre von der Messung der Basen und Säuren. Zur Messungeiner Base (eines Hydroxyds) bedarf man einer Normalsäure und um-gekehrt erfordert die Messung einer Säure eine Normalalkalilösung. Inbeiden Fällen wird der Endpunkt der Reaktion mit Hilfe einespassenden Indikators angezeigt. Von der richtigen Wahl und Ver-wendung des Indikators hängt die Genauigkeit des Versuches ab:deshalb wollen wir gleich an dieser Stelle einiges über die amhäufigsten verwendeten Indikatoren vorausschicken.

Indikatoren. l )

Die in der Alkalimetrie und Azidimetrie verwendeten Indi-katoren sind meistens Farbstoffe, welche zu den sehr schwachen

') Vgl. auch Jul. Stieglitz: Theorie der Indikatoren, Chem. Zentralbl.1904, I, S. 210.