— 535 —
Umrühren, zur Flüssigkeit fließen, bis eine bleibende Rosafärbungauftritt.
Bestimmung des Silbergehaltes einer Silberlegierung.
itan löst ca. Oö g der blank geputzten Legierung in Salpeter-säure vom spezifischen Gewichte 1*2 auf, kocht bis zur Zerstörungder salpetrigen Säure, verdünnt mit kaltem Wasser auf ca. 50 ccm,fügt 1—2 ccm Eisonammoniumalaun hinzu und verfährt genau wiebei der Titerstellung. Die Anwesenheit von Metallen, deren Salzefarblos sind, beeinträchtigt die Genauigkeit der Methode nicht. NurC^uecksilbersalzc dürfen nicht zugegen sein, weil die Queck-silberrhodanato unlöslich sind. Auch bei Gegenwart von Metallen,deren Salze gefärbt sind, wie Nickel, Kobalt, Kupfer, leidet dieSilberbestimmimg nach dieser Methode nicht, vorausgesetzt, daßder Kupfergehalt der Legierung 60% nicht übersteigt. Aber auchin kupferreichen Legierungen läßt sich das Silber wie folgt be-stimmen: Man fällt dasselbe mit einem geringen Überschusse vonAlkalirhodanat, filtriert, wäscht vollständig mit Wasser aus, stelltden Trichter auf einen Erlenmeyerkolben, durchsticht das Filter,spült den Inhalt mit konzentrierter Salpetersäure (spezifisches Ge-wicht 1-4) in den Kolben und erhitzt 3 / 4 Stunde zum leichtenSieden. Da die gebildete Schwefelsäure die Titration des Silbersetwas beeinträchtigt, so fügt man der Lösung, nach Verdünnung mitWasser auf ca. 100 ccm, tropfenweise eine konzentrierte Baryum-nitratlösung zu, bis zur vollständigen Fällung der Schwefelsäure,und titriert nun das Silber, ohne das Baryumsulfat abzufiltrieren, wieoben angegeben.
Bemerkung: Die nach der Methode von Volhard er-haltenen Resultate fallen stets etwas, um etwa 0"4°/ 0 , zu hoch aus.Die Methode eignet sich daher nicht zum Probieren von Silber-legierungen.
Als Beleg hiefiir diene folgendes. Schweizerische Zweifranken-stücko wurden von Osann in diesem Laboratorium auf das Genauesteauf ihren Silbergehalt geprüft, und zwar sowohl nach der Gay-Lussa eschen, als auch nach der Volhard sehen und nach derK u p o 1 la t i o n s m e t ho de.
Die Legierung enthält in tausend Teilen nach
Gay-Lusac
Mittel von113 Versuchen
Kupellation
Mittel von
59 Versuchen
Volhard 1 )
Mittel von182 Versuchen
835-6
834-9
839-2
') Hervorheben möchte ich, daß die drei Parallelbestimmungen stets mitderselben Münze vorgenommen wurden.