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2 (1907) Quantitative Analyse
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durch einen Vorrersuch der ungefähre Silbergehalt ermittelt werden,woraus sieh die abzuwägende Menge der Legierung berechnen läßt.Die Ermittlung des ungefähren Silbergehaltes kann durch Kupellationoder maßanalytisch nach der unten angegebenen Methode von Volhardgeschehen.

Beispiel: Man habe durch Kupellation gefunden, daß die zuuntersuchende Legierung 800 / I000 Feinsilber enthält; es muß also fürdie Titration eine Menge der Legierung abgewogen werden, die 0'5 gSilber enthält; wir haben daher:

l:0-8 = x:O5

x = 0-625 <j.Wir wägen daher 0'625 g (= 1250) 1 ) der Logierung ab undverfahren genau so, wie bei der Titerstellung.

1250 Legierung erforderten zur Ausfällung des Silbers: 100 cemNormalkochsalzlösung -|- 3 cem Zehntellösung, d. h. das in 1250Teilen Legierung enthaltene Silber wurde durch 100 3 cem Normal-kochsalzlösung gefällt. Da nun nach der Titerstellung 100-1 cemNormalkochsalzlösung' 1000 Teile Silber anzeigen, so haben wir:100-1 : 1000 = 100-3 : x

1000 . 100-3 _ = l002>0 Teik Süber

in 1250 TeilenLegierung:

Legierung.1250

100-1folglich enthalten

1000 Teile der

1002-0 = 1000 : xx = 801-6 Teile FeinsilberDiese Verfahrungsweise nennt man die französische, imGegensatze zu der deutschen oder holländischen Methode,nach welcher man stets 0-5 g (= 1000) der Legierung abnagt unddas an 1000 fehlende Silber hinzufügt. Nach letzterer Methode hatman wohl eine Wägung mein- auszuführen, dafür aber eine ein-fachere .Rechnung.

Beispiel: Eine Legierung ergibt durch Kupellation einenSilbergehalt von too / 1000 . Um die Silbermenge auf 1000 zu er-gänzen, muß man noch 200 Feinsilber hinzufügen. Wir wägendaher 0'5 g der Legierung und 0-1 g Feinsilber (= 200) ab, lösenin Salpetersäure und titrieren mit Kochsalzlösung.Man habe zur Titration 100-25 cem Normalkoch-salzlösung ............= 1002-5 cem

Zehntelnormalkochsalzlösung verbraucht und zur

Titration von 1000 Feinsilber (= 0-5 g) . . 1001-0 cem

Differenz = 1*5 cem

: ) Da 0-5 ? = 10C0, so ist:

0-5: 1000 = 0-625 :x

x = 1250