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2 (1907) Quantitative Analyse
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lösung steht mit einer 100 ccm Pipette, die der Zehntelkochsalzlösungmit einer Bürette in Verbindung.

Die Tit er Stellung der Kochsalzlösung. Man wägt

genau 0'5 g Feinsilber 1 ) (= luoo / 1000 ) ab, bringt dieses in eine200 ccm Flasche mit gut eingeriebenem, spitz zulaufendem Glasstöpsel,und löst in 10 ccm chlorfreier Salpetersäure von spez. Gew. 12.Die Auflösung wird befördert durch Erhitzen im Sandbade. Hat siebdas Silber gelöst, so erhitzt man zum Sieden, um die gebildete sal-petrige Säure zu zerstören. Die in der Flasche sich ansammelndenbraunen Dämpfe entfernt man durch Hineinblasen mit einer recht-winklig gebogenen Glasröhre. Sobald sich keine braunen Dämpfemehr bilden (was die völlige Zerstörung der salpetrigen Säure anzeigt),entfernt man die Flasche von dem Sandbade und läßt erkalten.Jetzt setzt man genau 100 ccm der Normalkochsalzlösung hinzu,setzt den Stöpsel auf und schüttelt kräftig, bis sich das Chlorsilberzusammenballt und die überstehende Flüssigkeit vollkommen klarerscheint.

Da die Normalkochsalzlösung etwas zu schwach bereitet wurde,so ist die Ausfällung des Silbers nicht ganz vollständig und wird mitZehntelkochsalzlösung beendigt. Zu diesem Zwecke läßt man aus dermit der Zehntelkochsalzlösung gefidlten Bürette, längs der Wandungder Flasche, l j 2 ccm auf die Oberfläche der Flüssigkeit fließen, wobeieine deutliche Wolke von Chlorsilber entstehen muß. Man schütteltdie Flüssigkeit wieder, fügt, nachdem sie klar geworden ist, abermals*/ a ccm der Zehntelkochsalzlösung hinzu und beobachtet, ob an derOberfläche wiederum eine Wolke von Chlorsilber entsteht. Entstehteine solche, so fügt man nach dem Schütteln und Klarwerden derFlüssigkeit abermals x / a ccm der Zehntellösung hinzu, bis schließlichkeine Fällung von Chlorsilber mehr entsteht. Das letzte 1 / 2 ccmwird nicht mitgerechnet.

Beispiel: 0'5 g (=1000) Feinsilber erforderten zur Aus-fällung 100 ccm Normalkochsalzlösung -|- 1 ccm Zehntelkochsalzlösung,d, h. 100 - 1 ccm Nor mal koch Salzlösung entsprechen1000 Silber; 2 ) dies ist der Titer der Lösung.

Ausführung der Silberbe Stimmung. Um ganz genaueResultate zu erhalten, ist es erforderlich, eine Menge der Legierungzur Analyse zu verwenden, die fast ebensoviel Silber enthält, als zurTiterstellung verwendet wurde, also 0 - 5 g. Es muß daher stets

*) Feinsilber kann von der Gold- und Silbersckeideanstalt zu Frankfurta. M. in Blechform bezogen werden. Um genau O'ö g Silber abzuwägen,schneidet man mittels einer Blechschere ein Stück von etwas über 0'5 g abund bringt es durch sorgfältiges Abfeilen der Kanten genau auf 0 - 5 ;/.

s ) Um die Kechnungen möglichst zu vereinfachen, bezeichnet der Pro-bierer den Gewichtsstein von 0'5 g mit 1000, den von 0'25 g 500, den von0-1 g mit 200 etc.