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säure, so wird die Antimonsäurc unter Abscheidung von Jod zuantimoniger Säure reduziert.
Sb 2 0 3 -f 4 HJ = Sb 2 O s -|- 2 H 2 0 -f 2 J 2 .
Das Jod destilliert über, wird in Jodkalium aufgefangen und mit1 / 10 n. Na 2 S 2 0 8 -Losung titriert. Methode gut.
16. Bestimmung der schwefligen Säure.
1000 caw Vio n - JodlOsung = -^- = 5-1-= 3-203 ff SO.,.
/io 20 20 J i
Die Bestimmung beruht auf folgender Keaktion:S0 2 -f H,0 -f 2 J = 2 HJ + SO,,
also auf der Oxydation der schwefligen Säure zu Schwefelsäure durchJod. Versetzt man eine Lösung von schwefliger Säure mit Stärkeund läßt eine titrierte Jodlösung zufließen, so tritt erst nach dervollständigen Umwandlung des S0 2 in S0 3 Blaufärbung auf. Diesezuerst von Dupasquier zur Bestimmung des Jods verwendeteKeaktion verläuft aber, wie Bunsen (1854) zeigte, nur dannquantitativ nach obiger Gleichung, wenn die Lösung der schwefligenSäure höchstens 0'04 Gewichtsprozente S0 2 enthält. Bei größererKonzentration der schwefligen Säure erhält man ganz schwankendeZalden. Diese Ilngleichmäßigkeit schrieb man der Umkehrbarkeitobiger Beaktion zu und suchte sie zu beseitigen, indem man dieTitration in alkalischer ') Lösung ausführte und so den gebildetenJodwasserstoff sofort bei seiner Entstehung entfernte. Aber auch soerhält man falsche Besultate. 2 ) E i n k e n e r 3 ) gibt nun an, daß manrichtige Besultate erhält, wenn man die schweflige Säure zu der Jod-lösung fließen läßt.
J. Volhard 4 ) bestätigte die Angabe Einkeners und wiesnach, daß die Anomalien bei der Titration der schwefligen Säuremit Jodlösung nicht auf einer Umkehrbarkeit der Beaktion beruhenkönnen, da ein direkter Zusatz von 20°/ 0 Schwefelsäure ohne Ein-fluß auf die Beaktion ist; die unvollständige Oxydation des Schwefel-dioxyds rührt vielmehr daher, daß Jodwasserstoff einen Teil des
1 ) Zusatz von Magnesiumkarbonat und Natriumbikarbonat (Fordos undGelis).
2 ) Nach E. Eupp (B. B. 35 [1902], S. 3694) ist es doch möglich nachder Methode von Fordos und Gelis richtige Resultate zu erhalten, wennman die schweflige Säure bei Gegenwart von Natriumbikarbonat mindestens1 l i Stunde auf überschüssige Jodlösung einwirken läßt und dann denÜberschuß des Jods mit Natriumthiosulfat zurückmißt.
3 ) Finkener-Rose: Quantitative Analyse, VI. Aufl., S. 937 (1871).
4 ) Ann. d. Chem. u. Pharm. 242, 94.