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2 (1907) Quantitative Analyse
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weise '/io n - NatriumthiosulfaÜösung hinzu und schüttelt, bis dieviolette Farbe verschwindet. 1 ) Zieht man die Gesamtmenge der ver-brauchten Thiosulfatlösung von der angewandten. Jodlösung ab, soberechnet sich aus der Differenz die richtige Menge H 2 S. 2 )

Bemerkung: Man kann diese Methode mit Vorteil benützen,um den Schwefel in löslichen Sulfiden zu bestimmen. Die Sulfidewerden, wie auf Seite 260, 3 angegeben, durch Säure zersetzt, derentwickelte H 2 S in eine gemessene Probe 1 / 10 n. Jodlösung einge-leitet und wie oben das nicht verbrauchte Jod zurücktitriert. Handeltes sich um die Bestimmung von Alkalisulfiden, so verdünnt mandie Lösung derselben stark mit ausgekochtem Wasser, säuert schwachmit Essigsäure an, versetzt mit Yio n - Jodlösung im Überschüsse undtitriert das nicht verbrauchte Jod wie oben zurück.

Bestimmung von Schwefelwasserstoff in Mineralwässern.

Man bringt in einen hohen Literzylinder eine abgemesseneMonge 1 j 100 n. Jodlösung und 2 g Jodkalium, fügt 1000 cem desWassers hinzu, schüttelt um und titriert den Überschuß des Jodsmit J /ioo n - Thiosulfat zurück. Den Titer der Jodlösung stellt man,indem man 10 cem 1 / 10n n. Jodlösung abmißt, mit ausgekochtemWasser auf 1 l verdünnt, 2 g Jodkalium zusetzt und mit Yioo n -Thiosulfatlösung titriert.

14. Bestimmung- der arsenigen Säure.

Die Titration geschieht, wie bei der Titerstellung der Yio n -Jodlösung angegeben (vgl. Seite 500), also in alkalischer Lösung. 3 )

') Die Ausscheidung des Schwefels als zusammenhängende Haut kannauch bei großen Mengen Schwefelwasserstoffs dadurch vermeiden, daß mandie Jodlösung entsprechend mit luftfreiem Wasser verdünnt. O. Brunk (Z.f. analyt. Ch. 45 (1906), S. 541 empfiehlt daher zur Titration von Schwefel-wasserstoff statt I / 10 normale 1 / lco normale Jodlösung anzuwenden, was sicher-lich zu empfehlen ist, wenn geringe Mengen von Schwefelwasserstoff be-stimmt werden sollen z. B. in Mineralwässern etc. Handelt es sich aber umdie Bestimmung von größeren Mengen Schwefelwasserstoff in durch Säurenz;ersetzbaren Sulfiden, wobei das H 2 S-Gas in die Jodlösung geleitet werdensoll (vergl. Seite 200), so ist es vorteilhafter mit der 1 /i 0 n. Jodlösung zuarbeiten, weil man sonst sehr große Flüssigkoitsmengen zur Absorption desSchwefelwasserstoffs anwenden, oder aber von sehr kleinen Mengen Substanzausgehen müßte, was nur auf Kosten der Genauigkeit der Bestimmung ge-schehen könnte.

2 ) Durch direcktes Titrieren von Schwefelwasserstoff mit Jod erhält manstets falsche Resultate. Vergl. O. Brunck, loc. cit.

3 ) Für die Titration der arsenigen Säure in saurer Lösung vgl. Györy,Zeitschr. f. anal. Ch. 32 (1893), S. 415.