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2 (1907) Quantitative Analyse
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und in ähnlicher Weise wurde für eine10 ccm Pipette: f=O08°/ 00 , F:

0-04 °/o 0 und für eine

5 ccm Pipette: f 0-11°/ 00 , F = 0-06°/ 00 gefunden.

Kalibrierung der Büretten.

Bei Titrieranalysen gilt die Regel: Für jeden neuen Versuchist die Bürette mit der betreffenden Lösung stets auf den Nullpunktaufzufüllen. Deshalb ist es am richtigsten, wenn man bei derPrüfung' einer Bürette in derselben Weise verfährt. Man füllt dieBürette bis zum Nullpunkte, läßt bei vollgeöffnetem Hahn ein be-stimmtes Volum, z. B. 5 com in ein tariertes Glas, genau wie aufSeite 405 für Pipetten angegeben, fließen, wobei die Ablaufspitze dieWandung des Glases berühren und die Spitze abgestrichen werdenmuß. Hierauf füllt mau die Bürette von neuem bis zum Nullpunkteund läßt 10 ccm in derselben Weise, dann 15 ccm etc. bis 50 ccmWasser ausfließen und bestimmt jedesmal das Gewicht derselben. Daferner die ausgeflossene Wassermenge von der Ausflußgeschwindigkeitabhängt, so empfieht es sich, Büretten mit engen Ausflnßspitzen zubenützen, und zwar so eng, daß bei vollgeöffnetem. Hahn eine ge-wöhnliche 50 ccm Bürette sich in ca. 80 Sekunden entleert. Unterdiesen Bedingungen ist der Xachlauf der Flüssigkeit zwar nicht voll-ständig, x ) aber nach Wagner 2 ) für praktische Zwecke als vollen!etzu betrachten.

Bei Büretten mit Schlauchverschluß treten nach und nach in-folge der stattfindenden Linderung der Elastizität des SchlauchesÄnderungen der Angaben ein, weshalb man möglichst kurze stark-wandige Schläuche benützen und dieselben, wenn schlaff geworden,sofort durch neue ersetzen muß.

Die bei der Auswägung einer Bürette erhaltenen Abweichungentabuliert man am einfachsten wie folgt: Die Bürettengrade trägt manals Abszisse, die Abweichungen vom wahren Volum als Ordinate inein rechtwinkliges Koordinatensystem. Verbindet man die so erhal-tenen Punkte mit einander, so erhält man eine Kurve, der ohne weite-res die zu jeder Bürettenablesung zugehörige Korrektur entnommenwerden kann.

Das Ablesen an der Bürette.

Während bei Kolben und Pipetten die Marken stets um denganzen Umfang des Rohres gezogen werden und auf diese Weiseeine sichere Einstellung des tiefsten Punktes des Meniskus ermöglichtwird, pflegt man gerade bei dem wichtigsten maßanalytischen Geräte,

») W. Schlösser, Ch. Ztg. 1904, S. 4.

2 ) J. Wagner, Habilitationsschrift Leipzig 1898, S. 33.