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den Pipettenstiel, den man nach dem Trocknen des Gummis miteiner Wachsschicht versieht, in welche, wie auf Seite 403 angegeben,längs des Papierringes mit einem Messer ein Strich erzeugt wird, denman mit Flußsäure einätzt. Nach Einätzung des Striches füllt mandie Pipette mit Wasser bis zur Marke an, entleert in das tarierteGefäß und wägt. Diese Operation wiederholt man mindestens drei-mal und nimmt das Mittel als den richtigen Wert an.
Das Entleeren der Pipetten kann in verschiedener Weisevorgenommen werden:
1. Durch Abstrich, d. h. man läßt die Pipette in senkrechterHaltung auslaufen, ohne die Wandung des Glasbehälters zu berühren,und streicht nach beendetem zusammenhängenden Ausflusse die Spitzeam Glase ab.
2. Durcli Auslaufen an der Wand, d. h. man verfährtwie oben, nur hält man die Auslaufspitze dauernd an der Wand.Das letztere Verfahren ist das beste und genaueste und sollte deshalbin der Praxis stets angewandt werden.
Andere Arten die Pipetten zu entleeren, speziell ausblasen, sindnach W. Schlösser nicht zu empfehlen.
Jedenfalls mache man es sich zur Kegel, die Pipetteimmer so zu entleeren, wie sie bei der Eichung ent-leert wurde.
Die kaiserl. Xormaleichungskommission erlaubt bei
.Vollpipetten
bei einem Gehalte von 100 50 25 20 10 2 1 cem
einen Fehler von 0-06 0-04 0-025 0-025 0-015 0-008 0'008 cem
d. h. 0-6 0-8 1-0 1-25 1-5 4 8 °/ 00
Bei Vollpipetten läßt sich leicht eine größere Genauigkeit er-reichen ; so fand ich beim Entleeren der folgenden Pipetten bei Ab-lauf an der Wand mit Abstrich die Werte :
1. 50 cem Nr. 1 = 49-9904, 49-9910. 49-9926. Mittel = 49-9913
f 1 ) = 0-02°/ F = 0-01°/
2. 20 cem Nr. 3 = 20-0(359, 20-0068. 20-0055, Mittel = 20-0061____________f=9037 00 , F = O-O2"/ 0O
*) Unter f versteht man den mittleren Fehler einer einzelnen Bestimmung-.Er wird nach der Formel: f= ± 1 /? ( d i"+ d »*+ d ° 8 + • • "> (vgl. Kohl-
V
n — 1
rausch: Leitfaden der prakt. Physik, 4. Aufl., S. 2) berechnet, worin n die An-zahl der Bestimmungen, ä l: d 2 , d 3 -|- . . . die Abweichungen derselben von demarithmetischen Mittel und 1 (V -j- d 2 2 -f- d 3 2 -f- . . .) die Summe der Fehler-quadrate bedeutet.
F = +wertes.
V
M<V + d -2 2 — d., 2 + . . .) . gt danu leic]l dem fehler des M ; t(e i_n (n-1)