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Prüfung- der Maßkolben auf Richtigkeit.
Man tariert den Kolben aus. legt zu der Tara 1 kg-Stiick, fülltden Kolben bis zur Marke mit destilliertem Wasser und stellt Gleich-gewicht her durch Auflogen von Gewichten.
Man habe so in drei Versuchen, durch Auswägung des Kolbensmit Wasser von 21-5° folgende Zulagen auf der Kolbenseite zur Her-stellung des Gleichgewichtes benötigt: 2-987—2"893— 3-122 g-Mittel = 3-001 g. Wäre der Kolben ganz richtig, so hätte man lautTabelle S. 400. für Wasser von 21-5°' eine Zulage von 2-921 y fin-den müssen. Die Zulage ist daher um 3'001 — 2'921= 0*080 gzu groß, der Kolben also ein 0 - 080 ccm zu klein.
Dies wäre eine außergewöhnlich gute Übereinstimmung. Fürgewöhnlich findet man größere Abweichungen. So bezeichnet diekaiserl. Normaleichungskommission in Berlin als
Zulässigen Fehler für Kolben auf Einguß (auf Ausguß
das Doppelte)
vom Inhalt 2000 1000 500 400 300 250 200 100 50 ccmFehler 0-4 0-22 0'18 0-15 0-15 0"15 O'll 0-075 0'03 ccm
Literkolben und alle anderen Geräte die auf Einguß geeicht sind,
15°
bezeichnet man mit 1 l —— (E), falls es sich um wahre Liter, und
lo ü
mit 1 l ----- (E, l ) falls es sich um Mohrsche Liter handelt. Kolben.
15° v '
die auf Ausguß geeicht sind tragen statt des (E) das Zeichen (A).
Justierung (= Eichung) der Vollpipetten.
Man läßt die Pipetten ohne Strich vom Glasbläser herstellenund eicht sie selbst. Zunächst muß die Pipette innen tadellos ge-reinigt sein; es darf keine Spur von Fett an der Wandung haften,weil dann beim Entleeren der Pipette mehr Flüssigkeit ausfließenwürde, als bei fettfreier Wandung der Fall ist. Man reinigt daherdie Pipette, indem man sie in ein hohes Becherglas stellt, in welchemsich etwas Seifenlösung befindet, saugt diese mittels eines am oberenEnde der Pipette angebrachten, mit Quetschhahn versehenen Gummi-schlauches in die Pipette hinein und läßt sie darin ca. J / 4 Stundeverweilen. Dann läßt man die Seifenlösung abfließen, wäscht die
x ) Oder -^L— (E), oder — (E) je nachdem 15», 1
7 5° oder 20° als nor-
__________ 17-5° """ 20°
male Temperatur gewählt wird. Um auszudrücken, daß es sich bei dem wahrenLiter um den leereD, bei dem Mohrschen Liter um den lufterfiillten Kaume han-delt, empfiehlt W. Schlösser bei ersterem (0) oder (Vac), bei letzterem (0-7(5)zu setzen.