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trägt man Sorge, daß am Halse des Kolbens, oberhalb des Wasser-niveaus, keine Tropfen liängen bleiben. Sind solche vorhanden, soentfernt man sie durch Betupfen mit Filtrierpapier, das um einenGlasstab gewickelt ist. Die letzte genaue Einstellung wird bewerk-stelligt durch Zufügen oder Herausnehmen einiger Tropfen des Wassersmittels eines Kapillarröhrchens. Sobald Gleichgewicht hergestellt ist,stellt man den Kolben auf eine horizontale Fläche und klebt ein grad-abgeschnittenes StückPapier mehrfach ringsum den Hals des Kol-bens so, daß eine durchdie so entstandeneKreis-linie gelegte Ebene dentiefsten Punkt des kon-kaven Wassermeniskustangiert. Nun wird derKolben entleert, amHalse mit einer gleich-mäßigen Wachsschichtüberzogen und erkaltengelassen, was nach ] /'.Stunde der Fall ist.Hierauf hält man den Kolbon, wie in Fig. 73 ersichtlich, gegendie Holzspitze s, legt die Klinge eines Messers dicht gegen den Kanddes dicken Papierringes und dreht den Kolben um 360° um seineLängsachse, wodurch dicht am Papierring ein Kreis in der Waehs-schicht entstellt. Mit Hilfe einer Federfahno (Fig. 6, S. 19) bringtman einen Tropfen starker Flußsäure auf den eingeritzten Kreis,während der Kolben in horizontaler Lage gehalten wird. DurchDrehen des Kolbens um seine Achse und Nachhelfen mit der Feder-fahne bewirkt man, daß der Tropfen Flußsäuro längs dos eingeritztenKreises rings um den Hals des Kolbens fließt und das bloßgelegteGlas überall berührt. Nach höchstens zwei Minuten ist die Ätzungfertig. Man spült die Flußsäure rasch ab, trocknet den Hals desKolbens mit Fließpapier, erwärmt bis zum Schmelzen des Wachsesund wischt dieses mit Fließpapier ab. Die letztem Spuren des Wachsesentfernt man durch Abreiben mittels eines mit Alkohol benetztenTuches. Da es vorkommen kann, daß der eingeätzte Strich nichtganz mit dem oberen Eande des Papierringes zusammenfällt, so ver-säume man nicht, den Kolben auf seine Richtigkeit zu prüfen. 1 )
x ) Es ist durchaus zu verwerfen bei der Herstellung oder Prüfung- eineszu chemischen Messungen bestimmten Maßes das Wasser auf eine bestimmteTemperatur zu bringen; wichtig dagegen ist, daß Wasser und Glasgefäß (Maß)sieh längere Zeit in demselben Eaume befinden und deshalb nahezu dieselbeTemperatur angenommen haben.
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