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Bemerkung: Die soeben geschilderte Methode zur Bestim-mung des Thoriums im Monazit ist kürzer und genauer, sowohl alsdie von Glaser 1 ) als auch die von Hintz und Weber 2 ), so daßich sie nicht nur für wissenschaftliche, sondern auch für technischeZwecke empfohlen kann.
Die Bestimmung des Thoriumoxyds in Thorit (ThSi0 4 ) wird inderselben Weise ausgeführt, mit dem Unterschiede, daß man das Mi-neral nicht durch Schmelzen mit Fluornatrium und Kaliumpyrosulfat,sondern durch bloßes Eindampfen mit Salzsäure aufschließt, die Kiesel-säure in gewohnter Weise abscheidet und das Filtrat wie oben be-schrieben weiter behandelt. 3 )
Für die
Analyse von Glühstrümpfen.
verweise ich auf die Arbeit von Tb. B. Still mann, Ob. Ztg.1906, Seite 60.
Die Bestimmung des Wassers in Silikaten.
Geben die betreffenden Mineralien beim Glühen n u r W a s s e rab und erleidet der Rückstand beim Glühen an der Luft keineGewichtsänderung, so läßt sich das Wasser aus dem Glühveiiustbestimmen. Tn der größten Mehrzahl der Fälle aber geben dieMineralien beim Glühen außer Wasser noch andere Bestandteile,wie C0 2 —S0 2 — Cl 2 —F 2 ab und der Bückstand erleidet hiebei ofteine Veränderung (FeO geht in Fe 2 O s , PbS in PbS0 4 über etc.).In diesen Fällen verfährt man am sicherten nach J a n n a s c h, in-dem man die Substanz mit Blcioxyd erhitzt und das Wasser überein erhitztes Gemisch von gleichen Teilen Bleioxyd und Bleiperoxydleitet, dann in einem gewogenen Chlorkalziumrohr auffängt und wägt(vgl. S. 369).
Gibt die Substanz außer Wasser nur Koh 1 endioxydab, so läßt sich ersteres sehr genau nach der Methode von Brush-Penfiold 4 ) bestimmen. Man bringt die Substanz mittels eineshingen Trichterrohres in die Kugel, die man am Ende eines engenRöhrchens von schwerschmelzbarem Glase bläst, und versieht dieRöhre, etwa 2—3 cem von der Endkugel, mit einer zweiten Kugel.Xachdem man das offene Ende des Rohres mittels eines kurzen
') Ch. Ztg. 1896, S. 612.
2 ) Zeitschr. f. anal. Ch. (1897), XXXVI., S. 27.
s ) Da im Thorit meistens größere Mengen Metalle der H 2 S-Gruppe vor-handen sind, so ist es zu empfehlen, diese durch Einleiten von H 2 S zu ent-fernen und erst dann die Fällung der seltenen Erden mit Ammonoxalat ausder schwach sauren Lösung vorzunehmen.
") Amer. Journ. Sei. [3] XLVIII., S. 31, 1894, und Zeitschr. f. anorg.Ch., 7, S. 22, 1894.