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Kieselsäure zersetzt, zum Teile nicht angegriffen werden. Diese durchSäuron abgeschiedene Kieselsäure ist in 5°/ 0 iger Sodalösung löslich,während Feldspat und Quarz davon nicht merklich angegriffenwerden (vgl. Bd. I, 4., Aufl. S. 346).
Will man die durch die Säure abgeschiedene Monge Kiesel-säure von dem vorhandenen Trümmergestein (meist Feldspat undQuarz) trennen, so behandelt man das Silikatgemisch mit Säure(Salz- oder Salpetersäure), verdampft im Wasserbade bis zur stau-bigen Trockene, befeuchtet mit Säure, nimmt mit Wasser auf undfiltriert. Nach dem Waschen spritzt man den Niederschlag mit5°/ 0 iger Sodalösung in eine Porzellanschalc, digeriert 1 / d Stunde imWasserbade, filtriert und wäscht zuerst mit Sodalösung, dann mitWasser. Sollte hiobei ein trübes Filtrat resultieren, so fügt mandem Waschwasser ein wenig Alkohol zu, worauf man sofort ein klaresFiltrat erhält.
Das alkalisehe Filtrat enthält die lösliche Kieselsäure, diedurch Ansäuern und Verdampfen abgeschieden und gewonnen wird.Der von der Sodalösung unangegriffene Rückstand, bestehend ausQuarz und Feldspat, wird gewogen. Um den Quarz zu bestimmen,schließt man das gewogene Gemisch mit Flußsäure und Schwefel-säure auf, vertreibt die überschüssige Flußsäure durch längeres Ab-rauchen mit Schwefelsäure, löst den erkalteten Rückstand in Wasser,fällt die Tonerde mit Ammoniak, filtriert und wägt. Multipliziertman das gefundene ALO„ mit 5*41, so erhält man die entsprechendeMenge Feldspat, welche, von der Summe: Quarz -j- Feldspat ab-gezogen, den Quarz ergibt.
Bestimmung der löslichen Kieselsäure im Ton.
Die Tone enthalten außer Ton noch Sand (Quarz -)- Trümmer-gestoin) und kleine oder größere Mengen Kalzium- und Magnesium-karbonat.
2 g des bei 120° getrockneten und nicht zu fein gepulvertenTones durchfeuchtet man mit Wasser, fügt 100 cem Wasser und50 cem 1 ) konzentrierte Schwefelsäure hinzu, bedeckt die Schale miteinem Uhrglase und erhitzt auf freier Flamme, bis dicke Schwefel-säuredämpfe entweichen. Nun läßt man erkalten, fügt 150 cemWasser und 3 cem konzentrierte Salzsäure hinzu, erhitzt 1 / 4 Stunde zumSieden, filtriert, wäscht vollständig aus und behandelt das Gemisch vonlöslicher Kieselsäure, Quarz und Trümmergestein, wie oben angegeben.
Bemerkung: Die Trennung der löslichen Kieselsäure vomQuarz pflegte man früher durch Kochen mit Kalilauge vorzunehmen.Dies ist aber nach den Versuchen von Lunge und Millberg
') Alexander Sabeck, Die ehem. Industrie 1902, S. 17.