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2 (1907) Quantitative Analyse
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schmelzbarem Glase unter Druck mit Schwefelsäure (8 HgSO^ : 1 H a O)und titriert mit Permanganat. Für Silikatanalysen leistet die Mit-sc herlich sehe Methode gute Dienste, für Gesteinsanalysen ist sieganz unbrauchbar, weil die Gesteine meist Pyrit (und andere Sulfide)enthalten, welche beim Erhitzen mit Schwefelsäure unter Entwick-lung von SO., zersetzt werden. Das S0 2 aber reduziert vorhandenesFerrieisen zu Ferrosalz, so daß die Titration viel zn hohe Resultateliefert.')

Bestimmung- von geringen Mengen Titan in Gesteinen.

Hiezu eignet sich die auf Seite 83 beschriebene kolorimotrischeMethode von A. Well er 2 ) am besten; sie ist allen gravimetrischenMethoden vorzuziehen.

Ausführung: Man scheidet zunächst die Kieselsäure, genauwie bei der Orthoklasanalyse (S. 375) ab und trennt im Filtrate derKieselsäure, Eisen, Aluminium, Titan, Zirkon (Chrom und Vanadin)von Mangan, Magnesium und Kalzium nach der Azetatmethode. Denso erhaltenen Niederschlag, der noch Spuren von Mangan enthaltenkann, löst man in verdünnter Salzsäure, fällt mit Ammoniakfiltriert, löst wieder in Salzsäure und wiederholt die Fällung mitAmmoniak. Der nunmehr erbaltcne Niederschlag, welcher allesTitan enthält, wird geglüht, gewogen, mit Kaliumpyrosulfat aufge-schlossen, die Schmelze in schwefelsäurehaltigem Wasser gelöst, dieungelöst bleibenden Spuren von Kieselsäure abfiltriert und im Filtrat,nach Seite 83, das Titan mit Waserstoffperoxyd kolorimetrisch be-stimmt.

Bemerkung: Bei der Gesteinsanalyse vereinigt man zweck-mäßig die Bestimmung der Titansäure mit der des Gesamteisens. Zudiesem Zwecke behandelt man die Lösung der Kaliumpyrosulfat-schmelze zuerst mit Schwefelwasserstoff, um das Platin als Sulfidabzuscheiden und das Eisen zu reduzieren, und titriert dann, nachWegkochung des Schwefelwasserstoffes, das Eisen nach Heite 89.Nach der Titration des Eisens konzentriert man die Flüssigkeit aufca. 80 rem und bestimmt nun das Titan, wie oben beschrieben.

Von den gravimetrischen Methoden zur Titanbestimmung in Ge-steinen eignet sich die Gooclisehe (vgl. S. 94) am besten, aberauch sie versagt bei Gegenwart von Zirkon (H i 11 e b r a n d), weshalbes immer sicherer ist, W e 11 e r s kolorimetrische Methode anzuwenden.

Handelt es sich nur um die Bestimmung des Titans in Gesteinen,so zersetzt man ca. 1 g desselben mit Flußsäure und Schwefelsäure(vgl. S. 381), raucht die Schwefelsäure größtenteils ab, um sicher

>) L. L. de Koninck, Zeitschr. f. anorg. Ch. 26(1901) 125 und W. F.Hillebrand und H. N. Stokes Journ. Am. ehem. Soc. XXII, S. 625,1900.2 ) A. Well er, B. B. 15 (1882), S. 2392.