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Silber = Ag; At.-Ge W . = 107-93.
Bestimmungsformen: als Ohlorsilber (AgCl) und als Metall.
1. Die Bestimmung als Ohlorsilber.
Man versetzt die schwach salpetersaure Lösung bei Siedehitzeunter beständigem Umrühren mit Salzsäure, bis keine weitere Fällungentstellt, läßt im Dunkeln absitzen, filtriert durch einen Goochtiegel,wäscht mit kaltem, etwas salpetersäurehaltigem Wasser bis zumVerschwinden der Chlorreaktion, dann zweimal mit Wasser oderAlkohol, um die Salpetersäure zu entfernen, und trocknet zunächstbei 100° C und hierauf bei 130° bis zum konstanten Gewichte.Will man den Goochtiegel hiozu nicht benutzen, so filtriert mandas Chlorsilber durch ein gewöhnliches Filter, wäscht wie obenangegeben aus, trocknet bei 100° C, bringt dann so viel von demNiederschlage wie möglich in einen Porzellantiegel und äschert dasFilterchen, wie auf Seite 18 angegeben, in der Platinspiralo ein,wodurch das anhaftende Silberchlorid zu Metall reduziert wird. Nunfügt man die Asche der Hauptmasse zu, befeuchtet mit etwasSalpetersäure und hierauf mit ein bis zwei Tropfen konzentrierterSalzsäure, trocknet im Wasserbade, erhitzt über freiem Flämmchenbis zum beginnenden Schmelzen des Chlorsilbers und wägt nachdem Erkalten.
2. Bestimmung als Metall.
Durch Glühen dos Silberoxyds,
rbonats,
-cj
anids oder der
Silbersake organischer Säuren erhält man metallisches Silber. BeimGlühen von Silbersalzen organischer Säuren muß das Erhitzen an-fänglich sehr vorsichtig im bedeckten Tiegel geleitet werden, umVerluste durch Spritzen zu vormeiden. Ist die organische Substanzganz verkohlt, so erhitzt man im offenen Tiegel bis zum Wegbronnender Kohle und wägt.
Auch das Chlorid, Bromid (nicht das Jodid) und Sulfid lassensich durch Glühen im Wasserstoffstrome leicht zu Metall reduzieren.Sehr bequem geschieht die Reduktion beim Chlorid, Bromid undJodid mittels des elektrischen Stromes, und zwar muß hiefür dasHalogensilbersalz vorher völlig geschmolzen werden. Man stellt denPorzellantiegel mit dem Silborsalze in eine Kristallisierschalo und dane-ben einen zweiten Tiegel mit etwas Quecksilber, dem man ein kleinesStück Zink zugefügt hat. Auf das Silbersalz legt man eine kleineScheibe von Platinblech, die an einem Platindraht befestigt ist; dasandere Ende des Drahtes taucht man in das Quecksilbornäpfchen,füllt die Kristallisierschale mit verdünnter Schwefelsäure (1 : 20), sodaß die Tiegel von der Säure ganz bedeckt sind, und läßt überNacht stehen. Am nächsten Morgen ist alles Silbersalz zu Metall