18
so muß mit der Größe des Filters auch die Menge derWasch flüssigkeit zunehmen.
Man willile daher das Filter möglichst klein, einerlei ob vielFlüssigkeit vorhanden ist oder nicht. Uie Größe des Filtersrichtet sich nach der Größe dos Niederschlages undnicht nach der Menge der Flüssigkeit. Aber auch zu kleindarf das Filter nicht sein. Man lasse den Niederschlag nie bis zumobersten Bande reichen; es müssen ca. 5 mm frei bleiben und auchdann darf das Filter nicht bis zur erlaubten Höhe angefüllt werden,etwa wie in Fig. 4 a dargestellt, sondern so wie in Fig. 4 b an-gedeutet, damit man Platz für genügend Waschflüssigkeit erhält.
Die Verwendung zu großer Filter gehört zu dengröbsten analytischen Fehlern.
i
3. Das Trocknen und Verbrennen von Niederschlägen.
Bevor ein Niederschlag gewogen werden darf, muß er vollständigtrocken sein. Bei Niederschlägen, welche ein Glühen ohne Gewichts-änderung vertragen, wird nach einer der folgenden Methoden verfahren:
o) Der Niederschlag wird trocken verbrannt.
Diese Methode, bei welcher man das vom Niederschlag be-freite Filter für sich verbrennt, die Asche zu der Hauptmengohinzufügt und dann bis zum konstanten Gewicht glüht, wird ange-wendet, wenn der zu glühende Körper durch die Verbrennungs-produkte des Papiers reduziert wird, wie z. B. Chlorsilber,Bleisulfat, Wismutoxyd etc.
Zur Ausführung dieser Operation muß der Niederschlag zunächstbei 100° 0 vollständig getrocknet sein. Zu diesem Zwecke stellt manden den Niederschlag enthaltenden Trichter, welcher mit Filtrier-
Fig. 5.
: :.'
7
papier sorgfältig bedeckt ist, in einen Trockenschrank, am bequemstenin einen Dampftrockenschrank, und trocknet bei 100°. Nun stellt