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1 (1854)
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439
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Herba Aconiti.

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theilig, die oberen fiedertbeilig, mit den äussersten Lappen lanzett-förmig und nach vorn breiter, die obersten ungetheilt, alle aberauf beiden Seiten, besonders unterhalb seidenartig-filzig. Die zusam-mengesetzten Blüthen überhängend, fast kugelförmig, mit filzigen-äusseren, fast nackten häutigen inneren Schuppen der Blüthenhülle,einem halb kugelförmigen behaarten Fruchtboden, gelblichen klei-nen Blumenkronen. Der Geschmack ist sehr bitter, der Geruchgewürzhaft, durchdringend. Die ausdauernde Pflanze wohnt aufSchutt und an Zäunen in Deutschland, sie ist zu sammeln in denMonaten Juli und August. Sie soll von den dickeren Stengelngereinigt aufbewahrt werden.

Es ist am zweckmässigsten, gleich nach der Einsammlung und Trocknung<les Krautes alle anderen Präparate aus demselben zu machen, namentlich dasExtract, iheils weil das Kraut seine medicinischen Eigenschaften zu dieser Zeitim höchsten Grade besitzt, theils auch, weil man kleinere Mengen in kleinerenGefässen sorgfältiger aufbewahren kann. Das Kraut wird im Trockenofen,nach der Speichertrocknung, kurze Zeit gelassen und dann geschnitten in ble-chernen Kasten aufbewahrt.

Die wichtigsten Bestandtheile des Wermuthkrautes sind ein harziger Bitter-stoff und eine ziemlich bedeutende Menge eines ätherischen Oeles, welchem dereigentümliche Geruch des Krautes zukommt.

Zwenger*) hat in dem Wermuth eine eigenthümliche organische Säure,die Wermuthsäure, entdeckt. Man fällt ein Decoct des Kraules mit Bleizuckerun d sättigt mit Ammoniak, so dass noch eine schwachsaure Reaction bleibt.Den flockigen Niederschlag zersetzt man mit Schwefelwasserstoffgas. Die filtrirteFlüssigkeit schlägt man noch einmal mit Bleizucker nieder und behandelt denNiederschlag ebenfalls wieder mit Schwefelwasserstoffgas. Das Filtrat wird zur"yrupsconsistenz gebracht und mit warmem Aether ausgezogen. Den Aetherdestillirt man ab und behandelt den Rest mit Wasser. Durch dieses wird dasWerrnuthbitter als eine harzige Substanz zurückgelassen. Das Wasser lässtlach dem Verdampfen nur sehr unreine Krystalle gewinnen, welche theils durchSublimation, theils durch Salpetersäure gereinigt werden.

Syngenesia Superflua, Cl. XIX. Ord. 2,

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Herba Aconiti. ©fcnfyfitteinfraut.

Aconitum Neomonianurn Willdenow. Aconitum Stoerckeanum Reichen-bach. Aconitum Cammarum ll.uynei. Ranunculaceae-Aconiteae.

Das blühende Kraut. Der Stiel ist oben häufig bis zu denBlumen behaart. Die Blätter sind fast gefingert, fünftheilig, dieersten Lappen keilförmig, eingeschnitten fiedertheilig, die letzten8 pita, mit ganz glatter glänzender Oberfläche. Die blauen Blumen,

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*) Annale,, der Pharmacie 48, 122.