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1 (1854)
Entstehung
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437
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Gutti.

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giebt mit sechs bis acht Theilen Wasser eine flüssige Lösung.^ Esfliesst aus der Rinde der genannten Acaciaspecies aus, und, wie esscheint, noch einiger anderer Arten, die in den Wüsten des nörd-lichen Afrikas wachsen.

Das arabische Gummi kommt vorzugsweise in zwei verschiedenen Formenim Handel vor: als achtes Gummi arabicum und als Gummi Senegal.

Das Gummi Mimosae verum kommt in kleinen erbsen- bis haselnussgrossen,unregelmässigen, weissen, auch wohl glasartig durchsichtigen Stücken vor, dieleicht mit den im Texte angegebenen Erscheinungen zerbrechen. Das beste istganz farblos, eine geringere Sorte ist schwach gelblich gefärbt. Geruch fehltmeistens, beim Auflösen giebt sich ein eigenthümlicher schwach säuerlicher zu er-kennen. Es ist fade von Geschmack und stark klebrig, wenn es befeuchtet wird.Mechanische Unreinigkeiten sind mehr oder weniger beigemengt, und bedingeneine andere Sorte der Güte.

Das Senegalgummi ist in letzterer Zeit in grosser Schönheit und Reinheitin den Handel gekommen. Es besteht aus viel grösseren Stücken und enthältsolche von allen Nuancen der Farbe, vom farblosen glasartig durchsichtigen an,durch gelb bis in's braunrot he gehend. Auch kommen Stücke von Rinden undZweigen darin vor. Wenn es durch Auslesen gereinigt ist, so lässt es sich sehrwohl als Gummi Arabicum verwenden. Die grossen, selbst schwach gelblich ge-färbten Stücke geben ein blendend weisses Pulver. Man liest die farblosen,reinen Stücke heraus und gebraucht den Rest zur schwarzen Tinte.

Das arabische Gummi wird in der Receptur nur als Pulver und Mucilagogebraucht, um es zu pulverisiren, stösst man die ganze Masse gröblich an,zum blossen Zerbrechen der Stücke, und bringt das Ganze in einem Papiersack«''"ige Tacre in den Trockenofen. Ohne diese Vorsicht klümpert es leicht imMörser zusammen. Wenn es ausgetrocknet ist, bringt man es portionenweisein den grossen eisernen Mörser, stösst es zu Pulver und siebt durch ein nichtso ganz feines Haarsieb, sogenanntes Zuckersieb, das Pulver ab, welches man»> Blechkasten oder Gläsern aufbewahrt. Die Mucilago macht man nicht austulver, sondern aus ganzem Gummi.

Die chemische Zusammensetzung des Gummis ist der des Zuckers, derStärke und Holzfaser sehr ähnlich. Es besteht gleichsam aus Kohlenstoff mehrden Bestandtheilen des Wassers. Es wirkt auf keine Arzneikorper in merkbarerWeise zersetzend und ist ein höchst indifferenter Stoff. Für die Receptur ist zubemerken, dass es sich nicht leicht mit Borax in Lösungen vertheilt, sondern da-m »t ein elastisches hartes Magma bildet. Man kommt dieser Erscheinung zu-vor, wenn man dem Gummi erst etwas Zucker zufügt.

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Gutti ®ummigutt.

Gummi Guttae.@irt unbefcmnter S3aum 6bina§.Ein Gummiharz in grossen Stücken, fest, zerbrechlich, un-durchsichtig, von gelbrother Farbe, zerrieben citronengelb, befeuch-tet lebhaft gelb, anfänglich fast ohne Geschmack, dann von einem