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1 (1854)
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Emplastrum Cerussae.

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Stoffe bis zum fünfzehnfachen Betrag der Canthariden hat diesem Zwecke nichtentsprochen, und man musste deshalb zu einem alten Mittel seine Zuflucht neh-men , die Verdünnung durch Beimischung harter und undurchdringlicher Stoffezu ersetzen. Dieser Stoff ist in dem alten Janinischen Pflaster in dem Mastixgefunden worden. Es ist nicht zu läugnen, dass die harte und spröde Massedieses Pflasters im Gebrauch eine grosse Unannehmlichkeit ist, theils für denApotheker, welcher Wärme zu Hülfe nehmen muss, um das Pflaster zu streichen,theils auch für den Patienten , weil es selbst nicht haftet, mit breiten Klebrän-dern befestigt und vorher erwärmt werden muss, um nicht beim ersten Auflegenauf gekrümmte Stellen zu zerbrochen. Das Ermitteln einer passenden Magistral-formcl, die von diesen Fehlern frei wäre , könnte immer noch die Aulgabe einerneuen Pharmacopoe sein.

Die Bereitung dieses Pflasters bietet keine Schwierigkeiten dar. Man giessees in flachen Stücken auf Marmor oder Metallplatten aus, damit es leichter er-weicht werde. Zur Dispensation erwärme man das Pflaster in warmem Wasserzwischen 50—CO 0 R. (G2,5—75° C.) , knete es zwischen den Händen zu einerdünnen Platte aus, indem man es abwechselnd wieder in das warme Wassereintaucht, trockene die Platte schnell ab, schmelze sie über einer Spirituslampeauf einer Seite leicht an, und drücke sie alsdann auf das Leder oder Leinwand.Die Leinwand kann vorher ganz mit Klebpflaster sparadrapirt sein, wodurch dasPflaster um so besser darauf haftet und der Klebrand auch ohne weiteres durchblosses Abschneiden in einein grösseren Umfange erhalten wird. Auch kann man dasPflaster gepulvert auf das Leder legen, und mit einem darüber gehaltenen heissenPlätteisen zum Schmelzen bringen. Es giebt dies mit das schönste Pflaster.

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Emplastrum Cerussae. Sletiret^flafler.

Erriplastrurn album coctuin.Nimm: Sehr fein gepulverte Bleiglätte ein Pfund,Olivenöl vier und ein halbes Pfund;koche sie unter beständigem Umrühren, unter allmähligcni undvorsichtigem Eintröpfeln einer massigen Menge warmen Wassers,so dass die Feuchtigkeit niemals ausgehe. Nach der Lösung derBleiglätte füge hinzu

gepulvertes Blcivveiss sieben Pfund;koche unter beständigem Umrühren, und wenn die Temperatur von125° C. (100° R.) erreicht wird, füge nach Bedürfniss warmesWasser hinzu, bis das Pflaster gebildet ist.

Es sei weiss , mit der Zeit gelb werdend, und das Bleiweiss darin gehöriguntergoarbeitet.

Die Operation wird mit einer reinen Pflasterbildung, wie beim EmplastrumPlumbi simplex, nur mit einer unzulänglichen Menge Bleiglätte eingeleitet. Dasdaraus entstandene Halbpflasler besteht zum Theil aus fertig gebildetem Pflastermit vollständiger Verwendung aller Bleiglätte, und zum Theil aus noch nichtverbundenem Oele. 1 Pfd. Glätte verlangt nach dem gewöhnlichen Pflasterver-hältniss V/ b Pfd. Oel. Darnach bleiben vor der Hand 2,7 Pfd. Oel unverbunden.Diese werden durch die 7 Pfd. Bleiweiss allmählig und vollends saponificirt. Daaber das nach der holländischen Methode bereitete Bleiweiss mit 3 Atome Blei-