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1 (1854)
Entstehung
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Colocynthis.

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scheu diese Farbe nicht, und ziehen ein brennendes Roth dem violetten vor.Ein solches entstehj, wenn man den entstandenen Carmin statt in Ammoniak inetwas sauren weinsteinsauren Alkalien löst. Sowohl Kali tartaricum als Tartarusnatronatus lösen den Alaunniederschlag mit feurig rother Farbe auf, und es er-klärt sich daraus das scheinbar Widersprechende vieler Tintenvorschriften, inwelchen Weinstein und Pottasche vorkommen. Um eine sehr schöne Tinte zumachen, habe ich folgende Vorschrift durch Versuche ermittelt. Man nehme/■> Unze feingeriebene Cochenille, und koche sie mit 2 Civilpfund Wasser, dannnoch einmal mit 1 Pfund. In der Colatur löse man 2 Drachmen Alaun auf undstelle das Ganze in einer sauberen Porcellanschale bedeckt 8 Tage in den Keller.Man giesse nun behutsam von dem Lack ab, allenfalls durch Filtriren der letz-ten Mengen Flüssigkeit Zu dem Lack füge man 1 Unzen Wasser, V, UnzeKuli tartaricum, l'/ s Drachmen Weinstein, 12 Gran Alaun und 2% DrachmenGummi; man erwärme etwas und filtrire in ein dazu bestimmtes Glas; dannsetze man noch 2 Drachmen Tinct. Caryophyll. hinzu. Einfachere Vorschriften,welche aber auch keine so schöne Farbe geben, lassen die Cochenille, Alaun,Pottasche und Weinstein heiss digeriren, nach dem Filtriren Gummi und etwasWeingeist zusetzen. Eine Vorschrift dieser Art ist die folgende: Cochenille,gereinigtes kohlensaures Kali von jedem % Unze, Alaun 1 Drachme, Weinstein1 Unze, zusammen in einem Kolben mit 12 Unzen Wasser mehrere Tage aneinein warmen Orte digerirt, dann filtrirt, und 1 Unze Gummi, 1 Unze Wein-geist zugesetzt.

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< 'olocynihis. Äoloqumte.

Poma ColocyniMdis. Äolocjutntendpfe!.Cucumis Colocynthis. /Jim. Cucurbüaceae. Müvbi$axt\Q( $)fl<iii$en.

Früchte von der Grösse und Gestillt eines Apfels, meistensy on der äusseren »Schale befreit, mit innerer weisser, schwammigerbinde, vielfächerig, welche viele weissliehe Samen in einem trocke-nen, leichten, schwammigen, weissen und sehr bitteren Marke ent-halten. Die Pflanze wächst vorzüglich in Kleinasien und Syrien,Woher die Früchte zu uns kommen. Sorgfältig aufzubewahren.

Die Koloquinte ist ein drastisches Arzneimittel von grosser Wirksamkeit, inbesonders hohem Ansehen bei den Engländern und solchen, die den Freuden"er Tafel zu sehr nachhängen. Das von der äusseren Schale befreite sehr'eichte schwammige Mark führt den Namen Koloquinte. Sie ist ganz rund, vonder Grösse einer Pomjsranze, und enthält in dem Marke zahlreiche, ovale, weisseSamen. Der HauptbestandtheU der Koloquinte ist ein harziger Extractivstoff,''er nicht rein dargestellt werden kann. Sein eigentliches Lösungsmittel istVerdünnter Weingeist. Die Pharinacopoe hat noch das Pulver der Koloquinte,( '" : Extract und eine Tinctur derselben.

Die Koloquinte wird im Herbste gesammelt, wenn sie ihre ginne Farbeverliejt und anfängt gelb zu werden. Man nimmt die Schale ab, trocknet sie*e'ineU au der Sonne oder in einem Trockenofen, zwischen ungeleimtem Papier,

Mandenn

"uiss sie lange im Trockenofen lassen, damit sie vollkommen austrockne;wenn sie in der Mitte noch Feuchtigkeit enthält und geschlossen einge-

Mo1 "'. Oonunentar.

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