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1 (1854)
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257
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Caricae. — Caryophylli. 257

Wurzelfasern versehen. Sie gehört zur Monandria Monogynia Cl. I. Ord. 1, desLinne'schen Systems.

Die Fruchthülle ist ganz geruchlos.

Man rechnet beim Enthülsen, dass 74 Procent Samen und 20 ProcentFruchthüllen erhalten werden. 1 Pfund Samen liefert durch Destillation, nachMartius, 5 bis ß Drachmen ätherisches Oel. Nicht selten werden auch wohl-feilere Sorten, nämlich die grosse und lange Cardamome (Cardamomum .mafusund longum) des geringeren Preises wegen untergeschoben.

Caricae. feigen.

Ficus Carica Linn. Sycoideae.

Die Feigen haben unter den Präparaten der neuen Pharmacopoe keine Ver-wendung mehr gefunden, da sie aus dem Electuariuin e Senna ausgelassen sind.1 >e sind also nur im Ganzen vorräthig zu halten. Sie werden in hölzernen oderblechernen Kasten aufbewahrt und verlangen keine weitere Bearbeitung.Man findet folgende Sorten im Handel.' 1) Die Smyrnafeigen sind die grössten, ihr Fleisch ist saltig und süsser alsbei den anderen und sie heissen deshalb auch Caricae pingues. Sie werdenin kleinen Kisten verpackt und auch als Tafelfeigen verkauft.2 ) Die Kranzfeigen {Caricae in coronis) sind gross, rund, platt gedrückt, je-doch nicht so sättig; die Haut ist stärker. In der Mute sind sie durch-stochen und auf ein Bastband gereiht, welches an beiden Enden zusam-mengebunden ist, so dass das Ganze einen Kranz bildet. Man erhält siein Fässern; sie halten sich am längsten. Es sind die eigentlich in derOfficine gebräuchlichen. Man soll sie nicht über ein Jahr halten.Die Feige ist im Orient ein seit alten Zeiten bekanntes Nahrungsmittel.Medicinische Kräfte wohnen ihnen nicht innen, und sie werden als demulciren-<les Mittel, meistentheils als Hausmittel ohne Intervention der Officine, ange-wendet. Die Feige ist der an den Enden der Zweige entspringende Blumen-boden von der Gestalt und Grösse einer Birne. Die Pflanze gehört zur Mo-noecia, Androgynia, Classe XXI., Sect. I des Linne'schcn Systems. Die Blumenstecken auf der inneren Seite der Feige gleichsam radical. Sie sind weiselich«nd entweder beide Geschlechter auf verschiedenen Stämmen oder in einer Feigeund dann wenige männliche bei der Endöffnung, die übrigen weiblich. Die Be-fruchtung wird durch ein Insect, Cynips J'senes bewirkt und dadurch das Reifenbefördert. Der wilde Feigenbaum, welcher Ca.prificus genannt wird, enthält dieseInsecten; man stellt ihn in die Nähe der Gartenfeigen, damit die von ihmausfliegenden Insecten die zahmen Feigen durchstechen und durch Ucbertragungdes Pollens die Befruchtung und das Keifen beschleunigen. Bei allen durchCultur veredelten oder veränderten Pflanzen leiden die Sexualtheile und da-mit die Fortpflanzungsfähigkeit, während sie an den wilden Pflanzen unge-schwächt bleibt.

Caryophylli ©ewürjnrifen.

Caryophyllw aromaticus Linn. SOtyrtaceert.

Die Blüthenknospen mit dem vierzälmigen Kelche, braun-schwärzlich, von scharfem, höchst gewürzhaftem Geschmacke, stark

M ohr, Commontar. 17