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1 (1854)
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Bismuthum hydrico - nitricum.

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Gewicht 25 Unzen Wasser, und bei 1,20 speeif. Gewicht 20 Unzen Wasser zunehmen. Da aber bei der Auflösung dos Metalls ein Theil Säure zerstört wor-den ist, so hat man von der angewendeten Säure ungefähr ein Viertel in Abzugz u bringen, und von dein Reste je nach dem specif. Gewicht der Saure dasan gebenc Multiplum Wasser zu nehmen.

Wir wollen nun auf den theoretischen Theil der bei der Fällung vorkom-menden Erscheinungen näher eingehen.

Das krystallisirte salpetersaure AVismuthoxyd erscheint in schiefen G- und8 _seltig en Säulen. Die Krystalle zerfallen beim Siedepunkte des Wassers ineinen festen und einen flüssigen Theil, der beim Erkalten rasch erstarrt. Siee nt\viekeln bei der Destillation wasserhaltende Salpetersäure, lassen zuerst dasbasische Salz, dann bei schwachem Rothglühen reines Wismuthoxyd- Das kry-stallisirte Salz hat die Formel Bi0 3 + 3 N0 6 + 9 Aq.; es ist als das neutrale°*lz zu betrachten, insofern die Säure fünfmal so viel Sauerstoff enthält, alsuie damit verbundene Menge Basis. Die Wirkung auf Lackmuspapier kann hiernicht maassgebend sein, da selbst die basischen Salze sauer reagiren.

Dieses neutrale Salz, was auch nach G m e 1 i n s Nomenclatur das dreifachsaureneisst, weil es drei Atome Säure enthalten muss , kann in flüssiger Form nichta nders als mit Hülfe einer gewissen Menge freier Säure bestehen. Je mehrWasser hinzu kommt, desto mehr Säure muss auch vorhanden sein, wenn keineFällung stattfinden soll. Ist die Lösung gesättigt, das heisst, nur so viel Säurehinzugesetzt, um die Fällung zu verhindern, so lässt sie sich nicht weiter ver-dünnen, ohne dass ein Niederschlag entsteht. Es schlägt sich ein basischespalz nieder, und freie Säure tritt in Lösung, so dass in dem etwa abfiltrirtenf heile immer das richtige Verhältniss zwischen Säure, Wasser und Salzgehaltbesteht. Durch jeden ferneren Zusatz von Wasser findet wieder eine Ausschei-dung Statt, und es stellt sich ein neues Gleichgewicht her. Erst nachdem schonViel Wasser zugesetzt ist, werden die Niederschläge schwächer und hören end-lich ganz auf. Der Zeitpunkt, wo dieses stattfindet, hängt von der Temperaturdes AVassers ab; bei Anwendung sehr warmen Wassers ändern sich auch dieMischungen der Niederschläge. Eine Flüssigkeit, die kalt verdünnt keine Trü-bung mehr zeigt, giebt, wenn man sie stark erwärmt, noch einen Niederschlag,a kein saures saipetersaures Wismuthoxyd sich darstellen lässt, so muss manle durch Wasser veranlassten Fällungen als ein Zerfallen in ein basisches Salznd freie Säure betrachten, wobei der noch nicht gefällte Theil als unverändert"nzusehen ist.

. üeber die Natur der unter verschiedenen Umständen entstandenen Nieder-lage s "id in neuerer Zeit zwei umfangreiche Untersuchungen von Becker*)nd Janssen**) bekannt geworden. Sie bieten für die reine Chemie ein grösse-* es Interesse dar, als für die Pharmacie, und insbesondere ist für die Praxis- r -Darstellung kaum etwas Neues daraus hervorgegangen. Die zahlreichen"Janssen ausgeführten Analysen zeigen, dass der Gehalt der in sehr ver-schiedener Art dargestellten Niederschläge ungemein ähnlich ist, und im Durch-?nnitt 79 'A bis 80% Wismuthoxyd enthalten. Dabei ist es erlaubt, über die^ sohlte Richtigkeit der Zahlen einige Scrupel zu hegen, da die Analysenaus"" 11 ' 011 ke '" e Controlc zulassen, weil der dritte Bestandtheil, das Wasser,siTh d ° m Y erlust g efu nden wurde, und nothwondig die Summen aller Fehlerser aU ' ^ sca Körper concentriren. Ueber die medicinische Wirksamkeit die-v erschiedenen Verbindungen existiren "ar keine Versuche, und da man mit

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) Archiv der Pharm. 55, 1 und 129.Archiv der Pharm. 68, 1 und 129.