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1 (1854)
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Baryum chloratum.

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Man erhält das Salz chemisch rein, und in pulverformigem Zustande blen-dend weiss. Es ist ganz überflüssig, dasselbe noch einer Krystallisation zu un-terwerfen. Zerreibt man krystallisirtes Chlorbaryum und Salpeter in den ange-gebenen Verhältnissen, so wird die Masse ganz feucht, weil durch Zersetzungz wei wasserlcere Salze entstehen, und demnach das Krystallwasser des Chlor-Wyums austreten muss.

Das Chlorbaryum krystallisirt in flachen vierseitigen Tafeln, welche anden Ecken schräg abgestumpft sind. Die Krystalle sind luftbeständig, schmeckenunangenehm bitter, scharf salzig und wirken ekelerregend und giftig- Es ist inWasser leicht löslich. 100 Thle. Wasser lösen beim Gefrierpunkte 32,62 Thle.Chlorbaryum, und für jeden Grad über 0 0,2711 Theile mehr. Eine siedendgesättigte Lösung enthält auf 100 Theile Wasser 78 Theile oder 43 Procentkrystallisirtes Chlorbarium. Das krystallisirte Chlorbaryum enthält 2 AtomeKrystallwasser. Seine Formel ist demnach BaCl + 2HO, oder in Zahlen68 ,G + 35,4 -f 2 mal 9 = 122.

Das Chlorbaryum muss neutral reagiren. Aus sauren Lösungen kann esetwas Säure angenommen haben.

Es kann möglicher Weise Chlornatrium oder Chlorkalium enthalten. Wirddie Lösung mit reiner Schwefelsäure ausgefällt, so muss das Filtrat auf Platin-olech vollkommen flüchtig sein.

Wenn ein weingeistiger Auszug desselben mit rother oder gelbrother* lamme verbrennt, so ist im ersteren Falle Chlorstrontium, im letzteren Chlor-ealcium im Salze vorhanden. Das Chlorbaryum wurde zuerst von ScheelelI ß Jahre 1775 dargestellt und von Bergmann als das empfindlichste Reagenzau f Schwefelsäure empfohlen. Seine arzneiliche Anwendung datirt vom Jahre17 89, wo es durch Crawford gegen scrophulöse Krankheiten gebraucht wurde.■Nachher hat sich seine Anwendung in der Heilkunst wieder sehr vermindert,Un d ist in diesem Augenblicke selbst nur noch sporadisch.

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Benzoe. Scnjoe.

Asa dulcis. Styrcuc ./Jenzoin Dryander. Hiyraceae.Ein Harz aus kleinen weissen Stücken von AVachsglanz beste-hend, die in eine rothbraunc zerreibliche Masse eingesprengt sind,°der aus solchen Kuchen und Körnern, die durch gelbrothe glän-zende Rinden zusammengeklebt sind, von eigenthümlichem, sehr an-genehmem Gerüche, in rcctificirtcstem Weingeiste, mit Hinterlas-sung fremdartiger Stoffe, leicht löslieh. Die beste ist jene, welcheS1 °h aus der grössten Menge dieser weissen Mandeln bestehendausweist. Es ist der verhärtete Saft, der aus der Rinde eines Bau-mes ausfliesst, welcher in den ferneren Theilen von Ostindien, be-sonders auf den Inseln Sumatra und Borneo wächst.

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Die Benzoe dient in der Pharmacie zur Bereitung der Benzoesäure undp * Ben zoetinctur. Letztere ist eher ein Cosmcticum. Ferner wird sie zurnur Ul ? lene angewendet. Um die Benzoesäure daraus zu sublimiren, wähle manAm *i te Benzoe, die aus vielen Mandeln zusammengebackene, sogenannte

riecht rf l0S ' D '° Bcnzoe llat ein s P ceii - Gewicllt von 1 ' 0G3 bis ^° 92 - Sio' besonders beim Zerstossen, angenehm vanillcnartig. Sie schmilzt