Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
221
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Auro-Natrium chloratum. H_____

und die übrigbleibende Masse werde, wohl zerrieben, in einem gutschliessenden Gefässe mit Sorgfalt aufbewahrt.

Es sei ein gelbes Pulver, an der Luft feucht werdend, in Wasservollkommen löslich.

Die Auflösung des Goldes in dem Gemenge von Salzsäure und Salpeter-säure geht in der Wärme ungemein leicht, selbst wenn man ganze Ducaten undkein pulverf'örmiges Metall anwendet. Man macht sie am sichersten in einemPorcellangefässe, welches einen guten Ausguss hat. Während der Auflösungbedeckt man es mit einem Uhrglase oder einem abgesprengten Kugelstüekeeiner zerbrochenen Retorte, damit nichts verspritze. Nachdem die Auflösunggeschehen, verdünne man die Flüssigkeit mit dem doppelten Gewichte dest'dlir-ten Wassers und filtrire sie durch ein kleines Filter in eine Porcellansehale,Wasche nach, und füge die Waschflüssigkeiten der Ilauptmenge zu. Nun fugeman die filtrirte Kochsalzlösung zu und verdampfe das Ganze im Wasserbadebis zur Trockne.

Die Pharmacopoe lässt die Verdampfung lern calore geschehen. In der-Lhat wird die Goldlösung nach dem Austrocknen durch zu starke Erwärmungsehr leicht zersetzt, und noch vor völligem Austrocknen schon die Ränder, wennm an die Verdampfung auf freiem Feuer vornimmt. Ks nimmt deshalb Wunderund verdient als unpractisch hervorgehoben zu werden, dass gerade bei diesemPräparate, welches durchaus keine starke Erhitzung verträgt, nicht das Wasser-dampfbad ausdrücklich vorgeschrieben ist, während bei anderen Präparaten, beiwelchen es gar nicht einmal zum Ziele führt (wie bei Kali aceticum), dasselbeüberflüssiger und unzweckmässiger AVeise anempfohlen ist. Ich empfehle dem-nach, bei der Abdampfung dieses Goldpräparates nur das Wasserdampfbad zugebrauchen, da in keinem Falle dadurch eine Zersetzung hervorgebracht werdenann, und das Präparat selbst ohne beständig darin zu rühren, nicht verderbenann. Unterdessen soll dieses Rühren dennoch gegen Ende vorgenommen wer-den damit sich keine Kochsalzkrystalle ausscheiden. Wenn die Masse anschei-"f" ™ ck . en lst > zerreibe man sie mit einem Pistill in der Schale, bis sie eingleichförmiges gelbes Pulver darstellt, und bringe sie alsdann gleich in das Auf-bewahrungsgefäss.

Wenn uold mit Salpetersäure und Salzsäure zusammenkommt, so entsteht

sogar schon in der Kälte Chlorgold, während die gemischten Säuren allein so-

g eich kein Chlor entwickeln. Durch Erwärmung geschieht dies jedoch reich-

V >•' ' 8n ' asse die Erwärmung deshalb gelinde sein und lange dauern, damit

ein Chlor als Gas entwickelt werde und verloren gehe, sondern sich alles mit

fA Pi °' d verbinde - I)ie si eh bildende Verbindung ist dreifach Chlorgold

hV • w 199 ~^~ 10G ' 3 = 3 ° 5 ' 3) !n Salzsäurc aufgelöst. Dampft man sie al-

in im Wasserbade ohne Rühren ab, so gesteht sie nach dem Erkalten zu einer

^ubinrothen langstrahligen Krystallmasse, die sich vollkommen in Wasser lösen

i{ ei zu starker Erhitzung bildet sich Einfachchlorgold, und bei noch

grosserer metallisches Gold schwammartig zusammenhängend.

Das Chlorgold bildet mit Kochsalz eine krystallinische Verbindung, wennnan beide zusammen im richtigen Verhältnisse verdampft und krystallisireri lässt.^icselbe besteht aus 1 Atom Kochsalz und 1 Atom dreifach Chlorgold, hat alsoI> ^ ormd Na C1 + Au Cl, und das Atomgewicht 58,8 -f- 30ö,2 = 303,8.salz • ' g0ld botrii 8 t demnach an Gewicht mehr als das Fünffache vom Koch-öVl- ln der 0fficincllen Vorschrift dagegen kommen auf 02 Theile Chlorgold,nwh^Mv .° hme G0W ents P rechen i 10 ° (;r,ln Kochsalz. Das Präparat ist dem-mit ei" T d ' e re " le kl T8tallinische Chlorgoldnatriumverbindung, sondern dieseinem üeberschusse von Kochsalz.

l