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Acetum concentratum.
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Fällen sehr einfach. Die Schwefelsäure ist eine stärkere und weniger flüchtigeSiiure als die Essigsäure. Sie bemächtigt sieli der Base des essigsauren Salzes,bildet damit ein schwefelsaures Sulz, und die in Freiheit gesetzte Essigsäuredestillirt mit den Wasserdämpfen über. Um die Essigsäure vollständig auszu-treiben, ist in allen Fällen nur ein Atom Schwefelsäure auf ein Atom des essig-sauren Salzes nothwendig. Man nimmt jedoch absichtlich einen kleinen Ueber-schuss, weil die käufliche Schwefelsäure meistens etwas mehr Wasser enthält,als das einlache Hydrat enthalten soll. Wenn aus der Schwefelsäure ein wasser-lecres Salz entstehen kann, so destillirt auch das Wasser der Schwefelsäure mitjenem des krystallisirten Salzes und der Essigsäure über. Entsteht aber eindoppelt schwefelsaures Salz, so hält dies bei der Temperatur, die hier in An-wendung kommt, immer einen Theil Wasser zurück. Die freie Schwefelsäurekann aber auch zerstörend auf einen Theil der Essigsäure wirken, indem sieein Atom Sauerstoff an dasselbe abgiebt und dadurch in schweflige Säure über-geht, die überdestillirt und das Destillat verunreinigt. Die schweflige Siiurewird aus dem Destillate durch Digestion mit solchen Körpern, welche Sauerstoffdarin abgeben und sie wieder in Schwefelsäure verwandeln können, entfernt.Solche Körper sind das Manganhyperoxyd oder der Braunstein, und das Blei-hyperoxyd, wohl auch das Chamaekon minerale oder das mangansaure Kali.Gewöhnlich wird der Braunstein angewendet. Er verwandelt die schwefligeSäure in Unterschwefelsäure, welche 2 Atom Schwefel und 5 Atom Sauerstoffenthält. Heim Erliitzen zersetzt sie sich aber durch ungleiche Vertheilung ihrerBestandteile in schweflige Säure und Schwefelsäure. Die schweflige Säurewirkt auf eine neue Menge Braunstein in derselben Art ein, bis zuletzt dieganze Menge der schwefligen Säure in Schwefelsäure verwandelt ist. Um die-selbe ausser Wirkung zu setzen, fügt man bei der Rectification eine kleineMenge essigsaures Natron zu. Alle diese Operationen sind bei der Anwendungdes essigsauren Natrons nach Anleitung der Pharmacopoe oder mit Beibehal-tung der in diesem Artikel gegebenen veränderten Verhältnisse ganz überflüssig.
Die Eigenschaften des eoncentrirten Essigs sind folgende: es ist einefarblose, klare, stark nach Essigsäure riechende Flüssigkeit von dem bestimm-ten speeifischen Gewichte, vollkommen flüchtig, ohne Hinterlassung eines festenRückstandes. Der Geruch darf keine Spur von Empyreuma oder schwefligerSäure zeigen.
Die Prüfung auf mögliche Verunreinigungen und die richtigen Eigen-schaften können in der folgenden Art vorgenommen werden.
Schwefelsäure wird entdeckt, wenn man zu einer mit gleichem Volum Was-ser verdünnten Portion der Säure einige Tropfen einer Lösung von essigsauremoder salzsaurem Baryt setzt. Ein weisser Niederschlag, oder eine Trübung, dieoft erst nach einigen Minuten eintritt, zeigt Schwefelsäure an.
Schweflige Säure erkennt man bei verdünnter Säure am Gerüche. Bei con-centrirter Säure ist der stechende Geruch der Essigsäure selbst so stark, dasser leicht mit schwefliger Säure verwechselt werden kann. In diesem Falle mussman zu einer Prüfling seine Zuflucht nehmen. Vermengt man gleiche Volumeder Säure und eines starken Sehwefelwasscrstolfwussers mit einander, und er-wärmt das Gemenge in einem verstopften Ärzneigläschen, so zeigt eine weisse
milchige Trübung schweflige Säure an.
Feuerbeständige Bestandteile entdeckt man, wenn man eine kleine Mengeder Säure in einem blanken Silberlöffel oder auf einem Platinbleche über derSpirituslampe verdunstet. Weisse, matte Hinge, die zurückbleiben, zeigen solcheStolle an.
Blei- oder Kupfcrgehalf wird durch Schwcfelwasserstoll'wasscr oder -Gas