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Vcratrinnm.
Will man es vollkommen rein haben, so löse man es in Wein-geist von 60% > fiHrire nöthigenfalls, und verdunste das Filtratim Wasserbade. Dabei scheidet sich ein weisses krystallinischesPulver aus, vermengt mit einer braunen harzigen Materie, welchedurch Waschen mit kaltem Weingeist entfernt werden kann. Daskrystallinische Veratrin krystallisire man zuletzt noch aus star-kem Alkohol um.
Vorgang. Das Veratrin ist in dem Sabadillsamen an eineSäure gebunden. Weingeist löst diese Verbindung nebst harzi-gen und extraktiven Materien auf. Nach Abscheiden des Wein-geistes von den Tincturen wird die rückständige Flüssigkeit zurTrockne verdunstet, um die harzigen Stoffe völlig unlöslich zumachen, und zwar, zur Erleichterung des Trocknens und derdann folgenden Extraktion, mit Zusatz von Kohlenpulver. Schwe-felsäurehaltiges Wasser nimmt aus der getrockneten Masse dasVeratrin nebst etwas Extraklivstoff und Spuren von Harz auf;durch kohlensaures Natron wird daraus das Alkaloid präeipitirt,bei dieser Fällung reisst es aber Farbstoff mit nieder, und umdiesen zu entfernen, muss es wieder in saurem Wasser gelöstund die Lösung mit Thierkohle digerirt werden. Ammoniakschlägt das Veratrin aus dieser Lösung vollkommen rein nieder.Es darf nicht in starker Wärme getrocknet werden, weil es sonstzusammenballt und schmilzt.
Prüfung. Das auf die beschriebene Weise bereitete Veratrinbildet ein ziemlich weisses, leichtes, amorphes Pulver oder imvollkommen reinen Zustande kleine farblose Krystalle, besitzteinen äusserst scharfen brennenden Geschmack, keinen Geruch,aber sein Staub erregt selbst in der kleinsten Menge heftigesNiesen und ein brennendes Gefühl in der Nase. In der Wärmeschmilzt es zu einem gelben Liquidum, welches durch stärkereHitze braun wird, weisse Dämpfe ausslösst, sich entzündet undeine kohlige Masse zurücklässt, die vollständig verbrennen mussIn Wasser ist es unlöslich, Weingeist von 80% nimmt bei ge-wöhnlicher Temperatur i / 3 , im Kochen die Hälfte seines Gewichtsdavon auf; die Lösung reagirt stark alkalisch. Von Aether wirddas reine krystallinische Veratrin ebenfalls leicht aufgelöst, dasamorphe aber schwerer, nämlich kaum zu V 50 . ConcentrirteSchwefelsäure färbt das reine Veratrin erst gelb, dann carmin-roth; conc. Salzsäure giebt namentlich beim Erwärmen eine tief—dunkelviolette Lösung, auf deren Oberfläche sich kleine Oeltröpf-