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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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718
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Ureum purum.

an eine andere Portion Cyankalium und geben Kaliumeisencyanürund Kaliumeisencyanid:

3 M.-G. KCy und 1 M.-G. FeO bilden:1 M.-G. KO und 1 M.-G. 2 KCy + FeCy (Kaliumeisencyanür).

Oder 6 M.-G. KCy und 1 M.-G. Fe»0 3 bilden:3 M.-G. KO u, 1 M.-G. 3 KCy + Fe 2 Cy., (Kaliumeisencyanid).

Kommt das schwefelsaure Ammoniumoxyd hinzu, so (rittdessen Schwefelsäure und Sauerstoff an das Kalium der Doppel-cyanüre und bildet schwefelsaures Kali, während die Stelle desKaliums in den Doppelcyanüren das Ammonium einnimmt.

b) Was von dem Cyankalium der Einwirkung auf das Eisenentgangen ist, verwandelt sich beim Zusammentritt mit dem schwe-felsauren Ammoniak in Cyanammonium, welches an dem auftre-tenden Blausäuregeruche leicht wahrgenommen werden kann.

4) Bei Ueberschuss an Mennige oder, was dasselbe ist, anSauerstoff, zerfällt, wie gleichfalls oben gezeigt wurde, dascyansaure Kali in kohlensaures Kali, Kohlensäure und Stickstoff,welche letzlere beiden entweichen.

Von den hier berührten, die Ausbeute des Harnstoffs beein-trächtigenden Produkten befinden sich in der bis zur Behandlungmit Alkohol vorbereiteten Salzmasse nur noch die Ammonium-eisencyanüre, und geben sich schon durch eine gelbe Färbungder Flüssigkeit zu erkennen. Um sie zu entfernen genügt dieBehandlung mit Weingeist nicht, denn sie lösen sich (wenn auchschwer) nebst dem Harnstoff mit auf, und färben die Krystalledes letztem gelb, auch wohl bläulich, indem sie (die Ammonium-eisencyansäure) im letztern Falle sich theilweise beim Abdampfenzerlegend, Berlinerblau absetzen. Man muss daher den oben inderBereitung" angegebenen Weg einschlagen, nämlich dieSolution, welche bereits das schwefelsaure Ammoniak enthält,mit schwefelsaurem Eisenoxydul präcipitiren. Wäre bloss Am-moniumeisencyanür zugegen, so müsste der Niederschlag im er-sten Augenblick weiss erscheinen, denn er enthielte dann nurEisencyanür, welches sich erst durch den Einfluss der Luft blaufärben würde:

1 M.-G. 2 NH 4 Cy + FeCy und 2 M.-G. FeO + S0 3 bilden:

2 M.-G. NH 4 0 + S0 3 und 3 M.-G. FeCy (Eisencyanür).

Ferner: 9 M.-G. FeCy und 3 M.-G. 0 bilden:

1 M.-G. Fe,0 3 u. 1 M.-G. 3 FeCy + 2 Fe,Gy 3 (Berlinerblau).

Allein das Ammoniumeisenoyanid waltet vor, daher erscheint