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Stibium sulphuratum auranüacum.
auf Blei, Eisen, Kupfer, wie bei „Stibium chloratum" ange-geben, mittelst schwefelsaurem Natron, Schwefelcyankalium undAmmoniak geprüft werden. Arsen entdeckt man am sicherstennach dem beim Brechweinstein (S. 528) mitgeteilten Verfahren,nämlich durch Verpuffung mit (der vierfachen Menge) Salpeter,indem man das Gemenge nach und nach in einen rothglühendenTiegel trägt, die Masse nach viertelstündiger Erhitzung erkaltenlässt, in Wasser aufweicht, mit verdünnter Schwefelsäure über-sättigt, fast zur Trockne abdampft, wieder mit Wasser verdünnt,filtrirt, in das Filtrat Schwefelwasserstoff streichen lässt u. s. w.Beim Verpuffen muss hier die Quantität des Salpeters vermehrtwerden, um den Schwefel sowohl wie das Antimon vollständigzu oxydireB.
i M.-G. SbS Ä und 7 M.-G. KO + N0 5 bilden:1 M.-G. KO + Sb0 5 , 5 M.-G. KO + S0 3 ,i M.-G. KO + N0 3 und 6 M.-G. N0 2 .2612 Theile Goldschwefel erfordern daher 8855 TheileSalpeter.
Unter dem Namen Sapo stibiatus (Sapo antimonialis.Spiessglanzseife) ist eine, jedoch wenig haltbare, Verbindung nochhie und da im Gebrauch, welche durch Auflösen von 1 TheilGoldschwefel in einer hinreichenden Menge warmer Aetz-kalilauge (wozu gegen 3 Theile einer Lauge von 1,333spec. Gewicht nölhig sind), Verdünnen der Auflösung mit ihremdoppelten Gewichte Wasser, Filtriren, Zusatz von 6 Thei-len geschabter medicinischer Seife und rasches Abdam-pfen zur Consistenz einer Pillenmasse bereitet wird. Die Ope-ration darf man nicht in metallenen, sondern man muss sie inporcellanenen Geschirren vornehmen, doch ist es auch hier kaumzu vermeiden, dass dieselben, durch Einwirkung der Aetzlaugeauf die Glasur, ein wenig angegriffen werden, und das Präparatkieselerdehaltig machen. Während des Abdampfens nimmt dieMasse, besonders gegen das Ende, mitunter eine röthliche Farbean, die durch neuen Zusatz von Kalilauge wieder verschwindet.Das Präparat ist in einem verschlossenem Gefässe aufzubewahren.
Vorgang. Kalilauge zerlegt sich, indem sie den Goldschwe-fel auflöst, theilweise mit diesem, wie schon oben angeführtwurde, und bildet Schwefelantimon-Schwefelkalium und antimon-saures Kali.