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Stibium purum.
glühe noch V 4 Stunde lang roth und nehme dann den Tiegel ausdem Feuer. Nach dem Erkalten sondere man die Kochsalzdeckeso gut als möglich ab, und koche den Tiegel sammt den Schlackenmit Wasser aus, wodurch sich letztere auflösen und das Metallrein zurücklassen. 8 Theile Antimonoxyd liefern etwa 6 TheileAusbeute.
Vorgang. a_) Wird schwarzes Schvvefelantimoii = SbS 3 mitmetallischem Eisen in dem gehörigen Verhältnisse zusammenge-schmolzen, so vereinigt sich der Schwefel des erstem mit demEisen, das Antimon sammelt sich, wegen seiner grossem speci-flschen Schwere, im untern Theile des Tiegels und das Schwefel-eisen bildet über demselben eine schützende Decke, die sogenannteSchlacke.
t M.-G. SbS a und 3 M.-G. Fe bildeni M.-G. Sb und 3 M.-G, FeS.
2212 Theile Schwefelantimon erfordern also 1050 Th. Eisen,oder 100 Theile des erstem 47 Theile des letztem. Weil aberwährend der Schmelzung immer ein kleiner Verlust an Schwefel-antimon stattfindet, so muss die Quantität des Eisens etwas ver-ringert werden, widrigenfalls eine schwerschmelzbare Legirungvon Antimon und Eisen entstehen würde. Wegen der Schwer-schmelzbarkeit des entstandenen Schwefeleisens ist es kaum zuverhüten, dass nicht etwas Schwefeleisen dem Antimon beigemengtbleibt, daher ein solcher Regulus, wenn er anders brauchbar seynsoIJ, noch einmal mit Zusatz von Salpeter u. dergl. umgeselimol-zen werden muss. Jener Uebelstand lässt sich aber gleich beider ersten Schmelzung beseitigen, wenn das Schwefeleisen in eineleichtflüssigere Verbindung verwandelt wird. Diesen Zweck er-reicht man durch das Schwefelnalrium, welches aus der Einwir-kung der Kohle auf das schwefelsaure Natron entsteht.
1 M.-G. NaO + S0 3 und 4 M.-G. G bilden.1 M.-G. NaS und 4 M.-G. CO.
890 Theile schwefelsaures Natron bedürfen mithin 300 Th.Kohlenstoff zur Reduction. Die gebildete Schlacke von Schwefel-natrium-Schwefeleisen wird von dem Regulus sorfältig entfernt,was ohne Mühe gelingt.
Der so gewonnene Kegulus ist indessen keineswegs rein zunennen, sondern enthält stets noch etwas Eisen, Spuren vonSchwefel, Kupfer, Arsen, mitunter auch Blei. Durch Schmelzen
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