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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Plumbum oxydalum.

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aus dem Feuer, fülle das Pulver nach dem Erkalten in ein Glasund verschliesse diess mit einem Stöpsel. Die Ausbeute beträgtvon 4 Theilen des Carbonats etwas über 3 Theile.

b) Aus dem Salpetersäuren Bleioxyde. In Ermangelung desunter a) genannten kohlensauren oder des (z. ß. bei der Berei-tung des braunen Bleisuperoxydes als Nebenprodukt gewonnenen)salpetersauren Salzes, bringe man in einen geräumigen gläsernenKolben 3Theile reine Salpetersäure von 1,20spec.Gewichtund 3 Theile reinen Wassers, und gebe nach und nach1 Theil zerkleinertes metallisches Blei hinzu. Wenn inder Kälte keine merkliche Einwirkung mehr stattfindet und nochmetallisches Blei vorhanden ist, so setze man den Kolben in'sSandbad, filtrire nöthigenfalls, nach erfolgter Solution, noch warmund stelle die klare Flüssigkeit bei Seite. Die nach eintägigerRuhe angeschossenen Krystalle trenne man von der überstehendenLauge, und verdampfe diese in einer porcellanenen Schale zurweitern Gewinnung von Salz, so lange dieses noch vollkommenweiss erscheint. Sämmlliches Salz trockne man, auf Druckpapierausgebreitet, in gelinder Wärme. Es wird 1'/', Theile wiegen.

Nun erhitze man einen porcellanenen oder hessischen Schmelz-tiegel zwischen Kohlen zum schwachen Rothglühen, trage daszerriebene Salz löffelweise und mit der Vorsicht ein, dass nichteher eine neue Portion hinzukommt, bis die vorige grösstenlheilszerlegt ist (wobei man jedesmal den Tiegel bedeckt), setze, wennalles eingetragen ist und keine braunen Dämpfe mehr aus demTiegel entweichen, das Glühen noch % Stunde gelinde fort, nehmedann den Tiegel heraus, und bewahre den erkalteten Inhalt ineinem verschlossenen Glase auf. 1 Theil Blei liefert etwas über1 Theil Oxyd.

Vorgang, a) Das bei Präcipitationen gewonnene kohlensaureBleioxyd ist ein neutrales Salz = PbO + C0 2 . Im Glühenlässt es seine Säure fahren, und nimmt eine gelbe Farbe an.Die Hitze darf nicht zu stark seyn, weil sonst das Oxyd inFluss geräth.

b) Metallisches Blei wird von verdünnter Salpetersäure leichtaufgelöst. 3 M.-G. Sauerstoff eines M.-G. der Säure treten dabeian 3 M.-G. Blei, und die dadurch erzeugten 3 M.-G. Bleioxydverbinden sich mit 3 M.-G. unzerlegter Salpetersäure, während dasvon der zerlegten Salpetersäure restirende Stickoxydgas ~ N0 2entweicht, aber in Berührung mit der Luft, wieder 2 M.-G. Sauer-

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