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Natrium chloratum depuratum.
das Salzpulver in einem verschlossenen Gefässe aufbewahrt. Eswird gegen 70—75 Theile betragen.
Vorgang. Die in dem käuflichen Kochsalze gewöhnlich vor-kommenden Verunreinigungen sind: Eisen (als Chlorid), Magnesia(als Chlormagnesium), Kalk (als Chlorcalcium) und Schwefelsäure(als schwefelsaures Natron). Durch Umkrystallisiren lassen sichdieselben, obgleich sie in nicht bedeutender Menge vorhandensind, nur unvollständig trennen, weil das Chlornatrium, ähnlichwie der Salpeter, die Eigenschaft hat, während des Anschiessensin das Innere seiner Krystalle Mutterlauge einzuschliessen. Derhier eingeschlagene Weg zur Reinigung ist in so fern der beste,als dadurch die fremden Körper entfernt werden, ohne dass eineneue Verunreinigung zu befürchten wäre. Der Kalk schlägt alsstärkere Base das Eisenoxyd und die Magnesia nieder, indem eran letztere beiden seinen Sauerstoff abgiebt und dafür das Chlorderselben aufnehmend, leicht lösliches Chlorcalcium bildet. Damitdieser Zweck sicher erreicht wird, muss der Kalk im Ueberschussezugegen seyn, was man an der stark alkalischen Reaction derFlüssigkeit erkennt. Nach Beseitigung des Eisenoxyds und derMagnesia wird die Schwefelsäure durch Chlorbaryum niederge-schlagen; damit der schwefelsaure Baryt nicht mit durchs Filfrumgeht, lässt man ihn zuvor vollständig absetzen. Der nun nochvorhandene Kalk und der überschüssig zugesetzte Baryt werdendurch das kohlensaure Natron in unlösliche kohlensaure Salze ver-wandelt; diesen Niederschlag darf man aber auch nicht sogleichabflltriren, denn er bildet und sammelt sich immer erst nach Ver-lauf mehrerer Tage so vollständig, dass nunmehr in dem Filtratekeine neue Trübung entsteht. Das nach geschehener Filtrationjetzt noch in der Salzlauge überschüssig vorhandene kohlensaureNatron wird durch die Salzsäure in Chlornatrium verwandelt, undein etwaiger Ueberschuss der letztem beim Eindampfen zur Trockneentfernt.
Man pflegt zur Fällung des Kalks und Baryts, statt deskohlensauren Natrons, auch wohl das kohlensaure Ammoniak an-zuwenden, diess führt aber zwei Uebelstände mit sich. Erstenspräcipitirt das kohlensaure Ammoniak jene Basen nicht so voll-ständig wie das kohlensaure Natron, denn der gebildete Salmiakwirkt, wenn auch in geringem Grade, wieder auflösend auf dieNiederschläge; und zweitens ist man, zur Entfernung des Salmiaks,genöthigt, das zur Trockne gebrachte Salz zu glühen.