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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Manganum chloratum.

wieder hinzugemischt und die Digestion fortgesetzt werden. WennGerbesäure keine Veränderung mehr hervorbringt, so flltrire manund leite nun in eine mit reiner Salzsäure angesäuerte Probe desFiltrats Schwefelwasserstoffgas. Entsteht dadurch ein Niederschlag,so behandle man das gesammte Filtrat, nach vorheriger Ansäuerungmit reiner Salzsäure, mit Schwefelwasserstoff, trenne den gebilde-ten Niederschlag und dampfe endlich zur Krystallisation ab. Dieerhaltenen Krystalle trockne man zwischen Druckpapier und be-wahre sie in einem verschlossenen Gefässe auf. Die letzte Mut-terlauge wird weggegossen.

Wenn das Manganchlorür zu Zwecken verwendet werden soll,wo eine geringe Menge Kalk und Magnesia nicht schadet, so kannman auch die mit kohlensaurem Manganoxydul behandelte Auf-lösung im Sandbade direkt zur Trockne abdampfen.

Vorgang. Die Bildung des Manganchlorürs bei der Behand-lung des Braunsteins mit Salzsäure ist schon in dem ArtikelChlo-rum aquosum" (S. 293) beschrieben worden. Man muss dess-halb möglichst reinen Braunstein nehmen, weil der in manchenSorten nicht unbeträchtliche Gehalt von kohlensaurem Kalk mit indie Solution übergeht, und nur dadurch entfernt werden kann,dass man die noch viel Mangansalz enthaltende Mutterlauge weg-giesst. Durch Filtriren des Rückstandes von der Bereitung desChlors wird der (jederzeit) überschüssig vorhandene Braunsleinentfernt. Zersetzt man nun einen Theil der Flüssigkeit mit koh-lensaurem Natron, so schlägt sich unlösliches kohlensaures Man-ganoxydul (als Hydrat) in weissen Flocken nieder, während Chlor-natrium aufgelöst bleibt.1 M.-G. MnCl, 1 M.-G. NaO + C0 2 und 1 M.-G. HO bilden:1 M.-G. MnO + C0 2 + HO und 1 M.-G. NaCl.

Letzteres wird durch Auswaschen entfernt. Kommt der aus-gewaschene Niederschlag zu der übrigen Mangansolution, so ver-drängt das Manganoxydul das (aus dem Braunstein stets gegen-wärtige) Eisen, welches als Chlorid aufgelöst ist, indem es denSauerstoff an dasselbe abgiebt und dafür das Chlor aufnimmt, dasneuentstandene Chlormangan bleibt aufgelöst, das Eisenoxyd fälltim Hydratzustande braunflockig nieder und die Kohlensäure, welchesich mit dem Eisenoxyde nicht verbinden kann, entweicht.3 M.-G. MnO + CO« + HO und 1 M.-G. Fe 2 Cl 3 bilden:3 M.-G. MnCl, 1 M.-G. Fe 2 0 3 + 3 HO und 3 M.-G. C0 2 .

Auch die etwa vorhandene Thonerde wird auf dieselbe Weise