53*
Kalium sulphuratum.
kr 4
thode hat das einzige Unangenehme, dass sie etwas mehr Zeitin Anspruch nimmt, doch kann man sich diesen Verlust in Be-tracht der dadurch zu erreichenden Vortheile leicht gefallen lassen.
Wird, statt des dritten, das siebente (höchste) Schwefel-kalium = KS 5 verlangt, so nehme man auf 5 Theile reineskohlensaures Kali 4'/ 2 Theile Schwefel, oder auf 2 Th.Potasche 1% Theile Schwefel, und verfahre übrigenswie oben.
Vorgang. Wenn kohlensaures Kali mit Schwefel in dem-jenigen Yerhältniss erhitzt wird, dass das dritte Schwefelkaliumentstehen soll, so geben 2 M.-G. Kali ihren Sauerstoff an 2 M.-G. Schwefel ab, die dadurch gebildete unterschweflige Säure ver-einigt sich mit 1 M.-G. Kali zu unterschwefligsaurem Kali, diebeiden M. - G. Kalium bilden mit 6 M. - G. Schwefel dreifachSchwefelkalium, und die Kohlensäure entweicht unter Brausen.3 M.-G. KO + C0 2 und 8 M.-G. S bilden:
2 M.-G. KS 3 , 1 M.-G. KO + S 2 0 2 und 3 M.-G. C0 2 .
2595 Theile vollkommen reines kohlensaures Kali erfordernalso 1600 Theile Schwefel; bei Anwendung der Potasche muss,wegen ihrer fremden Beimischungen, die Menge des Schwefelswenigstens um Vs verringert werden.
Ist das Mengenverhältniss der Art, um das höchste Schwefel-kalium zu erzeugen, so treten an die beiden M.-G. Kalium 10M.-G. Schwefel:
3 M.-G. KO + C0 2 und 12 M.-G. S bilden:
2 M.-G. KS 5 , 1 M.-G. KO + S 2 0 2 und 3 M.-G. C0 2 .
Oder: 2595 Theile reines kohlensaures Kali erfordern 2400Theile Schwefel. Wegen des durch die Entbindung der Kohlen-säure stattfindenden Aufblähens der Blasse müssen geräumigeGefässe genommen werden; im Kleinen sind gläserne Kolben, imGrossen gusseiserne Kessel am zweckmässigsten. Sobald dieMasse ruhig fliessl, unterlasse man nicht, bevor man sie vomFeuer entfernt, sich durch die angegebene Probe Gewissheit zuverschaffen, ob aller Schwefel bereits gebunden ist.
Geschieht die Schmelzung mit der Vorsicht, dass der Schwe-fel nicht in Brand geräth, z. B. in einem Kolben, so bildet sichkeine oder nur eine geringe Spur Schwefelsäure; wenn sich aberdie Masse, wie es in offnen weiten Gefässen kaum zu vermeidenist, zum Theil entzündet, so verwandelt sich das unterschweflig-saure Kali durch Aufnahme von Sauerstoff zum Theil oder ganz