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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Kalium oxydatum tarlaricum boraxatnm.

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zunimmt, dürfen die Laugen nicht bis zum Kochpunkte erhitzt,auch die Krystalle nicht in der Wärme getrocknet werden.

Der als Nebenprodukt gewonnene weinsteinsaure Kalk wirdzur Bereitung der Weinsteinsäure aufgehoben.

Prüfung. Der Ammoniakweinstein bildet wasserhelle vier-bis sechsseitige rhombische Säulen, riecht schwach nach Ammo-niak und schmeckt kühlend, stechend, hintennach ammoniakalisch.An der Luft verwittert er unter Verlust von Ammoniak und Wasser.In der Hitze schmilzt er, entwickelt Ammoniak, Wasser, späterbrenzliche Produkte, und hinterlässt kohlensaures Kali nebst Kohle.Er löst sich in 2 Theilen kaltem Wasser, und in weniger alsseinem gleichen Gewichte kochendem. Die Lösung reagirt neutral.Mögliche Verunreinigungen dieses Präparats sind die beim gereinig-ten Weinstein angeführten, nämlich: Kupfer, Eisen, Thonerde,Kalk, Salzsäure, Schwefelsäure.

Kalium oxydatum tartaricumboraxatum.

[Tartarus boraxatus, Cremor tartari solubüis. Boraxweinstein.)Formel: NaO + 2 (B0 3 + T), 2 (KO + T).

Bereitung. 1 Th Borax, 2% Th. gepulverten gerei-nigten Weinstein und 12 Th. Wasser erhitze man in einemporcellanenen Gefässe so lange, bis sich alles aufgelöst hat, giessehierauf die Solution in ein cylindrisches Gefäss, ersetze das ver-dunstete Wasser, und lasse sie zwei Tage lang an einem kühlenOrte stehen. Nun flltrire man, verdunste das Filtrat in einer por-cellanenen Schale anfangs über freiem Feuer, zuletzt aber imSand- oder Wasserbade unter beständigem Umrühren mit einemporcellanenen Spatel entweder so weit, bis die Masse sich in Fädenzieht und nicht mehr an den Händen festklebt, worauf man siein dünne Schichten ausgebreitet bei gelinder Wärme austrocknet; —oder gleich so weit, bis die glasige Masse in ein weisses Pulververwandelt worden ist, und hebe das Pulver in gut verstopftenGläsern auf. Die Ausbeute beträgt etwas mehr als der in Arbeitgenommene Weinstein.

Sollte der Weinstein kupferhaltig seyn — wovon man sichleicht durch Versetzen einer Probe der Solution mit Schwefel-

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