Kalium oxydatum superchloricum.
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Sauerstoff; die Menge des frei entweichenden Sauerstoffs ist aberim Anfange sehr gering, denn während der eine Theil des Salzesseinen Sauerstoff abgiebt, nimmt der andere Theil denselben aufund bildet überchlorsaures Kali. Würde aller, durch Umwand-lung eines gewissen Theils Chlorsäuren Kalis in Chlorkalium, inFreiheit gesetzte Sauerstoff von dem übrigen chlorsauren Kalisogleich gebunden, so musste die Ausbeute an lelzterm über 3 / 4des chlorsauren Kalis betragen, denn
4 M.-G. KO + C10 ;j bilden:
3 M.-G. KO + C10 7 und 1 M.-G. KCl.
Yllein selbst im günstigsten Falle bekommt man nur die Hälfte
des Chlorsäuren Kalis als überchlorsaures Kali, und der übrige
Sauerstoff gehl verloren.
2 M.-G. KO + C10 5 bilden:1 M.-G. KO + C10 7 , 1 M.-G. KCl und 4 M.-G. 0.3066 Theile chlorsaures Kali liefern demgemäss 1733 Th.überchlorsaures Kali und 400 Theile freien Sauerstoff. Die Ur-sache dieses Verlustes an Sauerstoff kann eine zweifache seyn ;erstens wird auf einmal mehr Sauerstoff frei, als in demselbenMomente von dem übrigen Chlorsäuren Kali absorbirt werdenkann, und zweitens zerlegt sich ein Theil des bereits gebildetenuberchlorsauren Kalis wieder in Sauerstoff und Chlorkalium. Dieletztere Ursache scheint das Uebergewicht zu haben, denn ichhabe gefunden, dass, je langsamer die Schmelzung betrieben wird(je länger sie also bis zum Zeitpunkte des Aufblähens dauert),um desto geringer die Ausbeute ausfällt. Das Feuer muss folg-lich lebhaft unterhalten werden; ein Zerspringen des Kolbens istdabei nicht leicht zu befürchten, wenn man die angedeuteten Vor-sichtsmaassregeln gehörig berücksichtigt, nämlich den Kolben biszu dem Momente, wo alles Salz geschmolzen ist, im Sandbadestehen lässt (wegen der ungleichmässigen Erwärmung beim be-ginnenden Schmelzen würde er über freiem Feuer fast unfehl-bar jedesmal zu Grunde gehen), und erst nach vollständigerVerflüssigung seines Inhalts aufs freie Feuer setzt, und einenRing wählt, welcher tiefer, als das Niveau der Flüssigkeit reicht,den Kolben umschliessl. Ueberragt der Ring die Salzmasse, sowirkt er gleichsam als Sprengeisen, das davon berührte Glaswird heisser als die übrigen Theile, uud spritzt nun zufälligetwas von der Flüssigkeit daran, so entsteht ein Riss. Die Er-hitzung (Schmelzung) wird so lange fortgesetzt, bis alles chlor-