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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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388
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Hydrargyrum bibromatum.

Schwefelsäure, so entweicht ein braunrothes Gas, welches reinesBrom ist und durch Schütteln mit Aetzkalilauge farblos wird. Inder Retorte bleibt schwefelsaures Queoksilberoxyd, schwefelsauresCliromoxyd und saures schwefelsaures Kali.3 M.-G. Hg,Br, 4 M.-G. KO + CrO, u. 20 M.-G. S0 3 + HO

bilden:6 M.-G. HgO + SO,; 2 M.-G. Cr,0, + 3 SO,,

4 M.-G. (KO + SO,) + (HO + SO,), 10 M.-G. HO

und 3 M.-G. Br.Beim Schütteln des Destillats mit Kalilauge entstehen bromsauresKali und Bromkalium.

6 M.-G. KO und 6 M.-G. Br. bilden:

1 M.-G. KO + BrO s und 5 M.-G. Br.

Bei Anwendung des Chlormetalls hingegen entweicht kein

reines Chlor, sondern chromsaures Chromchlorid = 2 Cr 0,

+ CrCl,, welches durch Schuttein mit Aetzkalilauge eine gelbe

Farbe behält.

3 M.-G. Hg,Cl, 5 M.-G. KO + CrO, und 19 M.-G. S0 3 + H0

bilden:Ü M.-G. HgO -j- SO,, 1 M.-G. Cr,0, + 3 SO,,

5 M.-G. (KO + SO,) + (HO + SO,), 14 M.-G. HO

und 1 M.-G. 2 CrO, + CrCl,.Aetzlauge verwandelt letztere Verbindung in Chlorkalium und ingelbes chromsaures Kali.

1 M.-G. 2 CrO, + CrCl, und 6 M.-G. KO bilden:3 M.-G. KCl und 3 M.-G. KO + CrO,.Vorstehendes Verhalten giebt das beste Mittel an die Hand,im Qnecksilberbromür eine Beimischung vonChlorür zu erkennen.

Hydrargyrum bibromatum.

(Quecksilberbromid.)

Formel: HgBr.

Bereitung, a) Mittelst Brom. In eine poroellanene Reib-schale gebe man 1 Theil Quecksilber, 2 Theile Wasserund unter beständigem Reiben nach und nach in kleinen Por-tionen 1 Theil Brom, reibe hierauf noch einige Zeit lang durch-einander, bringe das Ganze in einen Glaskolhen, erhitze nach