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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Ferrum snlphuratum.

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lang in dieser Temperatur. Nach vollständigem Erkalten desTiegels nehme man den Inhalt heraus, zerreibe und bewahre ihnin einem verschlossenen Gefässe an einem trocknen Orte auf.Die Ausbeute beträgt gegen 9 Theile.

Das Schwefeleisen wird zuweilen auch auf die Weise be-reitet, dass man 6 Theile Eisenfeile und 3% Theile Schwefelmit Wasser zum Brei anrührt, und denselben unter beständigemUmrühren zur Trockne abdampft. Dieses Präparat sieht schwarzaus, und entwickelt mit Säuren eine reichliche Menge Gas; letz-teres ist aber grösstentheils reines Wasserstoffgas, denn durchdas angegebene Verfahren wird ein jedes Eisentheilchen nur miteiner dünnen Kruste von Schwefeleisen umgeben, der Kern da-gegen bleibt metallisches Eisen.

Vorgang. Eisen und Schwefel vereinigen sich in der Glüh-hitze direkt zu einfachem Schwefeleisen und der etwa überschüs-sig zugesetzte Schwefel entweicht, entzündet sich aber in Be-rührung mit dem Sauerstoffe der Luft, und verbrennt zu schwef-liger Säure = SO,.

1 M.-G. Fe und 1 M.-G. S bilden:1 M.-G. FeS.

350 Theile Eisen erfordern also eigentlich nur 200 TheileSchwefel. Mau bedarf aber eiues Ueberschusses von Schwefel,weil, noch che die Vereinigung beider vollständig erfolgt ist, einTheil desselben in Folge der Hitze entweicht. Die Erfahrung hatgelehrt, dass, wenn man Eisen und Schwefel mit einander mengt,kein so gutes Präparat erzielt wird, als wenn man beide in dün-nen Lagen auf einander schichtet; die gegenseitige Durchdringungscheint also in letzterm Falle vollständiger zu erfolgen. Nachdem Glühen darf der Tiegel ja nicht früher, als bis er völlig er-kaltet ist, geöffnet werden, weil die Masse sonst begierig denSauerstoff der Luft anzieht und sich, wenigstens theilweise, inschwefelsaures Eisenoxydul umwandelt.

Prüfung. Das auf die angegebene Weise bereitete Schwe-feleisen ist eine zusammengesinterte, blasige, schwere, dunkel-graue, theilweise metallglänzende Masse, ohne Geruch und Ge-schmack. In einem verschlossenen Gefässe aufbewahrt, erleidetes keine Veränderung; an der Luft hingegen, besonders an feuch-ter, oxydirt es sich, und schmeckt dann tintenartig. In ver-dünnter Schwefelsäure (oder auch Salzsäure) muss es sich, unterstarker Entwicklung von Schwefelwasserstoffgas, nach und nach