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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Ferrum oxydulato-oxydatun) phosphoricum.

Folge höherer OxydatioB, und setzt Fe»0 3 + PO s -f 8110 ab; daaber 1 M.-G. Fe 0 nur '/ 3 M.-G. Oxyd giebt, so enthält, wenndieses Eisen niedergeschlagen ist, die Flüssigkeit neben den4 M.-G. Natron und Schwefelsäure noch immer '/., M.-G. Phos-phorsäure. Bis aber die, freiwillige Fällung des FLisenphosphatsvollständig erfolgt ist, können Jahre vergehen. Am besten ist esdaher, diese Ausscheidung nicht weiter abzuwarten, sondern dieFlüssigkeit mit Kalk zu sättigen und auf Glaubersalz zu benutzen.Prüfung. Das auf die angegebene Weise bereitete phos-phorsaure Eisenoxyduloxyd ist ein schön lavendelblaues, lockeres,geruch- und geschmackloses Pulver. Wird es auch nur einermassigen Wärme ausgesetzt, so verliert es sogleich seine blaueFarbe und nimmt eine grünlichgraue an; in stärkerer Hitze ent-weicht das Wasser, alles Oxydulsalz verwandelt sich in Oxyd-salz und der Glührückstand ist graubraun. In Salzsäure lost essich leicht mit grünlichgelber Farbe; in der Aullosung zeigt Ka-Üumeisenoxyd das Eisenoxydul durch einen blauen Niederschlag,und Kaliumsehwefelcyanid das Oxyd durch eine blutrothe Färbungan. Wird die salzsaure Losung mit Ammoniak im Ueberschussgefällt, so muss die überstehende Flüssigkeit farblos erscheinen;eine bläuliche Farbe würde auf Kupfer deuten. — Eigenthürnlichverhält sich das Präparat gegen Ammoniaklkiuor. Schüttelt manes nämlich damit, so nimmt es allmählig eine braungraue Farbe,und die überstehende Flüssigkeit eine braungelbe Farbe an. Fsgeht dabei ohugefähr die Hälfte des Eisens, und zwar vorzugs-weise als Oxyd, aber nur etwa der dritte Theil der Phosphor-säure in den löslichen Zustand über, die Auflösung enthält drei-basisches phosphorsaures Ammoniak. Ueberlässt man die Auf-lösung der freiwilligen Verdunstung, so verwandelt sich das drei-basische phosphorsaure Ammoniak in saures Salz, in Folge dessendas Eisenoxyd seine Löslichkeit verliert und sich gallertartig aus-scheidet, wobei zugleich ein kleiner Kest dabei noch vorhandenenEisenoxyduls zu Oxyd wird.