Ferrum oxydalum aceficum liquidum.
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man fest in einen irdenen Schmelztiegel ein, bedecke denselbenmit einem Ziegelstein, und erhitze ihn zwischen Kohlen anfangsgelinde, wenn sich aber das Volum des Inhalts nicht mehr merk-lich vermindert, Vi Stunde lang im Rothglühfeuer, und lasse hier-auf erkalten. 7 Theile des anderthalbfachen Eisenoxydhydratsgeben 5—6 Th. Oxyd.
Das in der Natur als Rotheisenstein vorkommende Eiseuoxydenthält gewöhnlich Kieselerde, darf daher dem in Rede stehendenPräparate nicht substituirt werden.
Vorgang. Das Eisenoxydhydrat verliert im Glühen seinWasser und hinterlässt reines Oxyd. Das Erhitzen darf nichtplötzlich bis zum Glühen getrieben werden, weil sonst, wegender stattfindenden heftigen Entwicklung des Wasserdampfes, leichtein Theil des Oxydes aus dem Tiegel geschleudert weiden könnte.
Prüfung. Das wasserfreie Eisenoxyd ist ein geruch- undgeschmackloses, dunkel-carmoisinrothes Pulver. An Wasser darfes nichts Lösliches abgeben. Salzsäure löst es, obgleich etwasschwer, doch vollständig und ohne Gasentwicklung mit goldgelberFarbe auf; die Lösung darf mit Kaliumeisencyanid nicht blau ge-trübt werden, widrigenfalls Oxydul zugegen wäre (s. den vorigenArtikel).
Ferrum, oacydatum aceticum liquidum.
(Liquor ferri acetici. Flüssiges essigsaures Eisenoxyd.)
Formel: FejO :! -f- A -f- xAq.
Bereitung. Das aus 16 Theilen Eisenvitriol laut derim Artikel „Ferrum oxyd. hydrat." f) gegebenen Vorschrift berei-tete dreifache Eisenoxydhydrat trockne man, nach demAuswaschen und Pressen, so weit aus, dass dasselbe zwar nochfeucht, aber bröcklich und nicht mehr schmierig erscheint (inwelchem Zustande es 16 bis 20 Theile wiegen wird), reibe eshierauf in einem porcellanenen Mörser mit 8 Theilen Essig-säure von 1,045 sp. Gew. an, giesse das Ganze in eine Flasche,lasse unter öfterm Umschütteln 2 Tage lang bei gewöhnlicherTemperatur stehen, setze, wenn noch nicht alles Oxyd aufgelöstseyn sollte, in kleinen Portionen Essigsäure hinzu, wovon manaber höchstens noch 2 Theile bedarf, verdünne die. Solution mit