Ferrum jodatum.
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geschehen, damit die Entstehung von Eisenoxyd und Eisenjodidmöglichst vermieden werde; gänzlich lässt sie sich indessen, un-geachtet dieser Vorsicht, nicht verhindern, wird aber doch auf einMinimum reducirt. Der Sauerstoff' der Luft wirkt nämlich fort-während auf die Oberfläche der Flüssigkeit, oxydirt einen TheilEisen, und disponirt das dadurch abgeschiedene Jod, an einen an-dern Theil Eisenjodür zu treten und Eisenjodid zu bilden.6 M.-G. FeJ und 3 M.-G. 0 bilden:1 M.-G. Fe 2 0 3 und 2 M.-G. Fe 2 J 3 .
Aus diesem Grunde nimmt die Solution schon während desAbdampfens einen Stich ins Bräunliche an. Weiter als bis zu dembezeichneten Punkte darf das Abdampfen nicht fortgesetzt werden,denn sonst entwickelt sich freies Jod. Es ist daher ganz fehler-haft, wenn man, wie es häufig geschieht, bis zur Trockne ver-dunstet ; der (graubraune, hygroskopische) Rückstand besteht dannaus Eisenjodür, Eisenjodid und Eisenoxyd, löst sich in Wassermit braungelber Farbe und hinterlässt dabei einen unlöslichenKörper, welcher Eisenoxyd mit etwas Eisenjodid ist. Um sicheinen klaren Begriff von dieser Zersetzungsweise des Eisenjodürszu machen, denke man sich 4 M.-G. Eisenjodür, 1 M.-G. Was-ser und 2 M.-G. Sauerstoff.
4 M.-G. FeJ, 1 M.-G. HO und 2 M.-G. 0 bilden:1 M.-G. Fe 2 J 3 , 1 M.-G. Fe 2 0 3 und 1 M.-G. HJ.Die entstandene Jodwasserstoffsäure zerlegt sich aber beim Ver-dampfen in Jod und Wasserstoff. Gleichzeitig wirkt eine anderePortion Wasser auf einen Theil Eisenjodid, und erzeugt, nebenEisenoxyd, abermals freien Jodwasserstoff (eine neue Quelle freiauftretenden Jods):
i M.-G. Fe 2 J 3 und 3 M.-G. HO bilden:1 M.-G. Fe 2 0 3 und 3 M.-G. HJ.
Ebensowenig, wie das Abdampfen zur Trockne, verdient dasVerfahren, 1 Theil Eisen und 4Theile Jod trocken oder mit eini-gen Tropfen Wasser besprengt zusammenzureiben, empfohlen zuwerden, denn die dadurch erhaltene Masse löst sich in Wassermit braungelber Farbe unter Zurücklassung von metallischem Eisenund jodidhaltigem Eisenoxyd.
Prüfung. Das auf die angegebene Weise bereitete Eisen-jodür ist eine trockne, grünlichgraue, krystallinische Masse, ohneGeruch, von süsslich-zusammenziehendem, zugleich an Jod erin-nerndem Geschmack. Wasser und Weingeist lösen es, wenn es