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Chromiuni oxydatum.
Ziegelsteine, umgebe ihn in einem Windofen mit Kohlen, undlasse ihn, wenn sich keine Schwefelflammeu mehr zeigen, noch% Stunde lang rothglühen. Nach dem Erkalten des Tiegels zer-stosse man die Masse, koche sie mit Wasser aus, gebe dengrünen Satz auf ein Filtrum. wasche ihn mit heissem Wassernach und trockne ihn. Er wird etwa 2 1 /. Theile wiegen.
Vorgang. Wird das saure chromsaure Kali = KO-f-2Cr0 3mit Schwefel geglüht, so geht die Hälfte des Sauerstoffs der 2 M.-G.Chromsäure an den Schwefel und bildet Schwefelsäure, welchean das Kali tritt, während das aus der reducirten Chromsaureentstandene Chromoxyd im freien Zustande bleibt.
1 M.-G. KO + 2 Oft, und 1 M.-G. S bilden:1 M.-G. KO + S0 3 und i M.-G. Cr 2 0 ;i .
1858 Theile saures chromsaures Kali würden also nicht mehrals 200 Theile Schwefel bedürfen; da aber während der Einwir-kung beider Theile in der Glühhitze eine Portion Schwefel ent-weicht, so muss ein Ueberschuss des letztern genommen werden.Demungeachtet entgeht immer ein geringer Theil chromsaures Kalider Zerlegung, denn beim Auskochen der geglühten Masse erhältman eine gelbe Flüssigkeit, welche neben schwefelsaurem Kaliund einer Spur Schwefelkalium (das gleichfalls als Nebenproduktauftritt), noch chromsaures Kali enthält. Das gewonnene Chrom-oxyd beträgt daher nicht ganz so viel als der Theorie entspricht.Aber dennoch bleibt diese Methode, das Chromoxyd zu bereiten,die billigste und beste.
Prüfung. Das durch Glühen erhaltene Chromoxyd bildet einschönes, grünes, geruch- und geschmackloses, unschmelzbares Pul-ver, welches an Wasser nichts, an Säuren kaum etwas Lösliches ab-giebt. In den Glasflüssen löst es sich vollständig auf, und ertheill den-selben eine smaragdgrüne Farbe, die sich im Glühen nicht weiterverändert. Mit Salpeter geglüht bildet es eine gelbe Masse, welchesich in Wasser vollständig mit gelber Farbe auflöst. Die Säuredes Salpeters oxydirt nämlich das Chromoxyd zu Chromsäure,welche sich mit dem Kali zu chromsaurem Kali verbindet, undStickoxydgas nebst Salpetersäure entweichen.
1 M.-G. Cr 2 0 3 und 2 M.-G. KO -j- N0 5 bilden:2 M.-G. KO + Cr0 3) i M.-G. N0 2 und i M,-G. N0 6 .