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üantharidinum.
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Sandbade 1 Tag lang digerirt, durch Leinwand geseihet, gepresst,noch zweimal, jedesmal mit 2 Theilen Wasser, ebenso behandelt,die vereinigten Auszüge 1 Tag ruhig hingestellt, von der etwaobenauf gebildeten Oelschicht befreiet, und, nach Zusatz von '/, 0vom Gewicht der Insekten gepulverter Holzkohle, im Was-serbade zur Trockne verdunstet. Die trockne Masse zerreibe man,und behandle sie so lange mit Schwefeläther, als dieser beimVerdunsten noch eine blättrige Substanz hinterlässt. Diese Be-handlung geschieht am besten durch Verdrängung in einer etwaskonisch geformten Glasröhre, deren engere Mün-dung mit einem Stück dichter Leinwand verschlos-sen wird. Die so vorgerichtete Röhre steckt manmittelst eines Korkstöpsels auf eine Flasche, schüttetdie kohlige Substanz in die Röhre und giesst denAether auf, welcher mit dem Cantharidin beladen,als eine gelbliche Tinktur in die Flasche abläuft.Die obere, weite Oeffnung der Glasröhre wird miteinem Korkstöpsel locker verstopft. Die beistehendeFigur zeigt den Apparat. Sämmtliche Blättchen lasse man mitkaltem Weingeist von 80% unter öfterm Umschütteln 1 Taglang zusammen, giesse den Weingeist ab und lege die Blättchenzum Austrocknen auf Druckpapier an die Luft. — 1 Pfund spa-nische Fliegen liefert 20 bis 30 Gran Cantharidin.
Man pflegt das Cantharidin auch wohl durch direkte Behand-lung der spanischen Fliegen mit Aether oder Aetherweingeist zubereiten, Diess Verfahren kann ich jedoch nicht empfehlen, weildabei zugleich alles fette Oel der Insekten in den Auszug über-geht, und die Trennung des Oeles immer mit Verlust an Cantha-ridin verbunden ist.
Vorgang. Das Cantharidin befindet sich frei in den Insekten,und wird durch Hülfe der vorhandenen extraktiven Materien (dennin reinem Zustande löst es sich nicht im Wasser) vom Wasseraufgenommen. Um die wässrigen Auszüge leicht trocken erhaltenund bequem mit Aether ausziehen (von der extraktiven Materiebefreien) zu können, wird das Kohlenpulver zugesetzt. Durch denWeingeist wird dem nach dem Verdunsten des Aethers erhaltenenCantharidin ein gelber (harziger) Stoff entzogen.
Prüfung. Das reine Cantharidin bildet weisse glimmerartige,geruch- und geschmacklose Blättchen. In Wasser ist es unlös-lich, Weingeist löst es schwer in der Kälte, leicht beim Kochen;