Calcium oxydatum accticum.
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ist Magnesia vorhanden; diese letztere hat nämlich grosse Nei-gung mit Ammoniaksalzen leicht lösliche Doppelsalze zu bilden,kommt sie dalier in frisch niedergeschlagenem Zustande mit Sal-miak in Berührung, so treibt sie aus demselben eine Portion Am-moniak und wird zu Chlormagiiesiuni, welches mit dem übrigenChlorammonium das Doppelsalz darstellt.
1 M.-G. MgO und 2 M.-G. INH 4 C1 bilden:t M.-G. NH 4 C1 + Mg Gl, 1 M.-G. NH 3 und 1 M.-G. HO.Lost sich der durch Ammoniak entstandene weisse Niederschlagnicht in Salmiak, wohl aber in Aetzkalilauge, so besteht er ausThoncrde. Ist der Niederschlag gelb oder braun, in welchemFalle er sich weder in Salmiak noch in Kalilauge vollständigauflöst, so enthält er Eisenoxyd. Ist durch den Zusatz vonAmmoniak die Auflösung des Ghlorcalciuins bläulich geworden,so deutet diess auf Kupferoxyd. Bringt Chlorbaryum einenweissen unlöslichen Niederschlag hervor, so ist Schwefelsäurezugegen.
Caleium oxydatum aceticum.
(Calcaria acetica. Essigsaurer Kalk.)
Formel des krystallisirten: CaO -j- C 4 H. J 0 ;1 + HO.„ „ eingetrockneten: CaO -(- C.jH 3 0 3 .
Bereitung. Eine beliebige Menge concenlrirtcr Essig-saure erwärme man gelinde in einem Glaskolben im Sandbade,und setze so lange Kalkhydrat hinzu, als noch davon aufgelöstwird. 4 Theile Säure von 1,045 spec. Gewicht (worin 36 Proe.wasserfreie Säure) lösen 1 Th. Kalkhydrat auf. Nun füge mannoch ' 8 des bereits aufgelösten Kalks hinzu, lasse das Ganzeunter öfterm Umschütteln 2 Tage lang bei gewöhnlicher Tempe-ratur stehen, filtrire, wasche den Rückstand mit etwas reinemWasser aus, tröpfele zu der klaren Solution Essigsäure bis zumVerschwinden der alkalischen Reaction, und verdunste sie in ge-linder Wärme auf die Hälfte. Die nach einigen Tagen ausge-schiedenen Krystalle sammle man in einem Trichter und trocknesie auf Druckpapier ohne Anwendung von Wärme. Die Mutter-lauge wird weiter verdunstet und krystallisirt. Man erhält ohn-gefälir doppelt so viel Salz, als das aufgelöste Kalkhydrat wog.