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Cadmium oxydatnm carhom'cum. 25 9
findet, setze man so lange zerschnittenes metallisches Cad-mium, als dasselbe noch aufgelöst wird. Die Einwirkung bedarfder Unterstützung durch Warine nicht. 1 Th. Cadmium löst sichin 5 Theilen Säure von der angegebenen Stärke auf. Die Auflö-sung verdünne man mit ihrem zehnfachen Volum destillirten Was-sers und setze so lange zerriebenes kohlensaures Ammoniakhinzu, als noch ein Niederschlag erfolgt. Fast l 1 /» Theile diesesSalzes werden dazu erfordert. Den Niederschlag sammle man,nachdem er sich gesetzt hat, auf einem Filter, wasche ihn mitdestillirtem Wasser aus und trockne ihn in gelinder Wärme. Erwird beinahe 3 Theile betragen.
Vorgang. Die Salpetersäure löst das Cadmium schon in derKälte mit der grössten Leichtigkeit, unter Entwicklung von braun-gelben Dämpfen, auf. Die Dämpfe rühren daher, dass ein TheilSäure 3 M.-G. Sauerstoff zur Oxydation des Metalls abgiebt, dasdadurch entstandene Stickoxydgas = N0 2 aber, sobald es mitder Luft zusammentritt, gleich wieder 2 M.-G. Sauerstoff anziehtund Untersalpetersäure = N0 4 bildet. Das oxydirte Cadmiumvereinigt sich mit der übrigen Salpetersäure.
3 M.-G. Cd und h M.-G. NO s bilden:3 M.-G. CdO + NO- und 1 M.-G. N0 2 .
2100 Theile Cadmium bedürfen also 2700 Th. wasserfreieSäure oder f 0,000 Theile von 1,20 spec. Gewicht (worin 73 Proc.Wasser). Das gewöhnliche (anderthalbfache) kohlensaure Ammo-niak zerlegt sich mit dem salpetersauren Salze unter Entwicklungvon Kohlensäure, in unlösliches kohlensaures Cadmiumoxyd undleicht lösliches salpetersaures Ammoniak.
2 M.-G. CdO + NO, und 1 M.-G. 2 NH,0 -f- 3 C0 2 bilden:2 M.-G. CdO + C0 2 , 2 M.-G. NH 4 0 + NO.- u. 1 M.-G. C0 2 .
Auf 14-00 Th. Metall kommen also 1475 Th. kohlensauresAmmoniak, wenn das letztere kein doppeltkohlensaures Salz ent-hält; da aber dieses fast immer, und mitunter ausschliesslich darinvorhanden ist, so gebraucht man gewöhnlich mehr.
Prüfung. Das kohlensaure Cadmiumoxyd ist ein schnee-weisses, geruch- und geschmackloses Pulver, welches sich nichtin Wasser, aber fast in allen Säuren leicht und vollständig auf-löst. In der Hitze verliert es die Kohlensäure und hinlerlässt einfeuerbeständiges braunes Pulver (reines Oxyd), welches sich aberauf Kohle vor dem Lüthrohre vollständig verflüchtigt und die Kohlebraun beschlägt. Die Kohle entzieht nämlich dem Oxyde den
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