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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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249
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Bismuthum oxydatum nitiicum basicum. Ä49

== 4 Bi 2 0 : , + 3 NO s -\- 9 HO und enthält in 100 Theilen79,5 Bi, 0 3 , 13,5 N0 5 und 6,9 HO. Durch ferneres Waschenverändert es sich noch mehr, so dass am Ende nichts als Wis-muthoxyd zurückbleibt. Es ist daher ganz fehlerhaft, so langeauszuwaschen, als das Waschwasser noch sauer reagirt.

Das Abdampfen der Wismuthauflösimg zur Rrystallisation vordem Präcipitiren, um mehr Niederschlag zu bekommen, kann ichnicht empfehlen; es ist eine sehr lästige Arbeit und der dabei zuerwartende Gewinn nicht so gross, als man glauben möchte.

Die saure Flüssigkeit, welche von dem Wismuthniederschlagegetrennt ist, enthält auch die fremden Metalle, als Eisen, Kupfer,Blei etc. Sie wird nebst dem Waschwasser mit Kalkhydrat gefälltund das dadurch gewonnene Wismuthoxydhydrat = Bi,0 ;i -|-HOzu einer neuen Bereitung des Magistern aufgehoben.

Mitunter enthält das Wismuth Arsen, und dann ist man ge-nöthigt, um ein reines Präparat zu bekommen, einen Umwegeinzuschlagen, denn merkwürdigerweise wird durch Wasser dasArsen mit dem Wismuth niedergeschlagen. Aelzendes Kali löstnämlich die arsenige Säure leicht auf und lässt das Wismuthoxydrein zurück, welches dann, wie das Metall behandelt, d. h. wie-der aufgelöst und mit Wasser gefällt wird. Das dabei als Ne-benprodukt gewonnene salpetersaure Kali kann zur Bereitung derSalpetersäure aufgehoben werden.

Prüfung. Das Magisterium bismuthi erhält man aus derkalten Salpetersäuren Auflösung als schneeweissts, silberglänzen-des, krystallinisches Pulver, welches sich unter starker Vergrösser-ung als ein Aggregat meist wasserheller Prismen zeigt. Es istgeruch- und geschmacklos. Am Sonnenlichte erleidet es keineVeränderung seiner Farbe. In der Hitze wird es, ohne zuschmelzen, unter Entwicklung von Salpetersäure und Wasser erstgelb, dann braun; beim Erkalten verschwindet die braune Farbewieder und wird citronengelb (reines Oxyd). Durch Schüttelnmit Wasser wird dem Präparate etwas Säure und Oxyd entzogenund eine noch basischere Verbindung, welche zurückbleibt, ge-bildet; das Wasser nimmt zugleich eine saure Reaction an underhält die Eigenschaft, Indigosolution zu entfärben. In verdünnterSalpetersäure muss es sich leicht und ruhig auflösen; entsteht einBrausen, so ist eine kohlensaure Verbindung zugegen, entwederkohlensaures Wisinuthoxyd oder kohlensaurer Kalk,welche beide schon in dem käuflichen gefunden worden sind. Der