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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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247
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Bismuthnm oxydatum nitrieum basicum. 24?

schlägt. 4 Theile Säure von der angegebenen Stärke lösen etwasüber 1 Theil Metall auf. Die gewöhnlich gelblich-grün gefärbteAuflösung vermische man mit der Hälfte ihres Gewichtsreinen Wassers, befreie sie durch Absetzenlassen, Dekanlirenund Fillriren von den darin schwimmenden grauen Flocken undden nicht mehr gelösten Metallslückcheu, und giesse sie unterbeständigem Umrühren in eine das Gewicht der verbrauchtenSäure sechszchnmal übersteigende Menge lauwarmenreinen Wassers. Nachdem sich der dadurch entstandene Nieder-schlag gesetzt hat, dekantire man die überstehende saure Flüssig-keit, bringe den weissen Brei auf ein Filtrum, spüle, nach demAbtropfen, das im Gefäss Hängengebliebene noch mit so vielWasser, als die ursprüngliche mit Wasser verdünnte Auflösungdes Metalls betrug, auf das Filtrum, breite letzteres, wenn nichtsmehr abläuft, auf vielfach zusammengelegtes Löschpapier aus,lasse den Niederschlag entweder an der Sonne oder in ganz ge-linder Wärme austrocknen und bewahre ihn in einem verschlos-senen Glase auf. Die Ausbeute beträgt beinahe ebensoviel, alsMetall aufgelöst worden war.

Sollte das Wismulh arsenhaltig seyn (wovon man sich leichtdurch das Löthrohr überzeugt), so muss die salpetersaure Auf-lösung mit ätzender Kalilauge im Ueberschuss gekocht, derdadurch entstandene gelbe Niederschlag von Wismuthoxyd gutausgewaschen, wieder in Salpetersäure aufgelöst, und die Lösung,wie angegeben, durch Wasser präeipitirt werden.

Vorgang. Das Wismuthmetall wird von der Salpetersäuresehr lebhaft angegriffen und aufgelöst; ein Theil Säure zerlegtsich dabei in Sauerstoff, welcher das Metall oxydirl, und in ent-weichendes Stickoxydgas = NO,, das aber aus der Luft sogleichwieder Sauerstoff anzieht und gelbbraune Dämpfe von Untersal-pelersäure a= NO. t bildet. Das oxydirte Metall verbindet sichmit der übrigen, nicht zerlegten Salpetersäure.

2 M.-G. Bi und 4 M.-G N 0 6 bilden:1 M.-G. Bi,0 ;i + 3 5 und 1 M.-G. N0 2 ; fernerf M.-G. NO, und 2 M.-G. 0 bilden: 1 M.-G. N0 4 .

2GOO Theile Wismuth bedürfen demnach 2700 Tb. wasser-freie oder 10,000 Tu. Salpetersäure von 1,20 spec. Gewicht (mit27 Proc Säure), was mit dem oben angegebenen Verhältnisseübereinstimmt. Der grössere Theil des Metalls kann ohne Unter-stützung von Wärme aufgelöst werden, was noch den Vorthcil