»*6
Aurum oxydulatum subsulpliurosum natconatum.
der folgenden Behandlung darf keine Wärme ins Spiel kommen.Nach jedesmaligem Zusätze einer Portion Goldsolution wird um-geschulten und nicht eher eine neue Portion eingetragen, bis dieanfänglich eingetretene bräunliche Färbung vollständig wieder ver-schwunden ist. Nun vermische man die farblose Flüssigkeit mit80 Theilen Weingeist von 90%, lasse absetzen, giesse dieüberstehende klare Flüssigkeit möglichst vollständig ab, löse denweissen krystallinischen Absatz in der geringsten Menge Wasserauf, fälle die Lösung abermals in 80 Theilen Weingeist von90%, und wiederhole das Auflösen und Fällen noch einmal.Endlich sammle man das Salz auf einem Filter und lasse es beigewöhnlicher Temperatur trocknen. 3 Theile Gold geben etwa8 Theile Ausbeute.
Vorgang. Kommen Auflösungen von Goldchlorid und unter-schwefligsaurem Natron im geeigneten Verhältniss und unter dengehörigen Yorsichtsmaassregeln zusammen, so verlieren 3 M.-G.Natron ihren Sauerstoff' und vereinigen sich mit den 3 M.-G. Chloreines M.-G. Goldchlorid zu Chlornatrium, während 1 M.-G. Sauer-stoff an das Gold tritt, und das dadurch erzeugte Goldoxydul1 M.-G. unterschweflige Säure bindet; das unterschwefligsaureGoldoxydul vereinigt sich aber mit 3 M.-G. unterschwefligsauremNatron und 4 M.-G. Wasser zu einem Doppelsalze. Die vomNatron noch übrigen 2 M.-G. Sauerstoff und 2 M.-G. unterschwef-lige Säure werfen sich auf 2 andere M.-G. unterschwefligsauresNatron und bilden tetrathionsaures Natron (NaO + S 4 0 5 ).
1 M.-G. AuCh, und 8 M.-G. NaO + S 2 0 2 -f- 5 HO bilden:
3 M.-G. NaCl, 1 M.-G. 3 (NaO + S 2 0 2 J + (AuO + S 2 0 2 ) + 4 HO,
2 M.-G. NaO + S 4 0- und 36 M.-G. HO.
2462 Theile Gold erfordern also 12400 Theile krystallisirtesunterschwefligsaures Natron, oder 1 Theil 5 Theile; die vorge-schriebenen 6 Theile des letztern Salzes sind zwar zu viel, wasaber nicht schadet und jedenfalls die Gewissheit gewährt, dassalles Gold in das gewünschte Doppelsalz verwandelt wird. Vordem Mischen der beiden Flüssigkeiten muss die in der Goldsolu-tion stets vorhandene freie Salzsäure durch kohlensaures Natrongesättigt werden; herrscht nämlich diese noch vor, so wird beider nun folgenden Behandlung das unterschwefligsaure Natronzersetzt, schwefelige Säure wird frei, und Schwefel, gemengt mitSchwefelgold, fällt nieder. Das Mischen der Flüssigkeiten mussgenau in der vorgeschriebenen Weise geschehen; setzt man eine